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geschrieben von Anne Baur
Vor der Ostküste Mexikos liegt die kleine (44km lang/18 km breit) Insel Cozumel. Diese Insel liegt direkt im karibischen Meer, was so viel bedeutet wie Temperaturen um die 30 Grad, hohe Luftfeuchtigkeit und Wassertemperaturen von 26 Grad und zwar das ganze Jahr. Das Wasser ist so klar, dass man unter Wasser eine Sichtweite von 40m erreicht. Also ideale Bedingungen um Urlaub zu machen, Tauchen zu gehen oder den Ironman zu bestreiten. Ich habe mich für das letztere entschieden!
Die Flugzeit nach Cancun lag bei ca.12 Stunden, anschließend ging es mit dem Taxi nach Playa del Carmen, wo wir mit der Fähre nach Cozumel übersetzten. Von da ging es mit einem neuen Taxi weiter auf eine 20-minütige Fahrt, direkt zum Hotel.
Nach einer Woche Akklimatisierung und einem Probeschwimmen im Meer, stand meinem ersten Ironman am 27.11.2011 nichts mehr im Weg. Start war um 7 Uhr, im Chankanaab Park. Eine 3,8km lange Runde ohne Neo, dafür aber mit vielen Bunten Fischen aber leider auch mit vielen Quallen Es wurde erst 1km mit der Strömung geschwommen, dann 2km gegen die Strömung und anschließend nochmal 800m mit der Strömung. Nach 1.12h kam ich dann aus dem Wasser und es ging weiter mit dem Rad, was für mich das schlimmste an dem Wettkampf war. Die Radstrecke war eine 60km Runde die 3 mal durch fahren wurde. Der Straßenbelag war sehr gut und die ganze Strecke war flach. Einziger Nachteil, es war sehr windig! Die ersten 20km hatte man Gegenwind, dann 24km Seitenwind und zuletzt 16km Rückenwind. Nach zwei Runden sah es für meine Wunschzeit, knapp unter 6 Stunden zu fahren, noch sehr gut aus. Aber der Wind wurde immer stärker und meine Beine immer schwächer. Irgendwann war mir die Zeit dann auch egal und ich wollte einfach nur in die Wechselzone. Kilometer 174, fast geschafft auf einmal ein Zischen! Verdammt mein Vorderreifen war platt, ich war mit meiner Kraft am Ende und hab den Reifen nicht von der Felge bekommen. Wütend warf ich mein Rad in den Straßengraben. Aber beim ersten Ironman aufgeben? Auf keinen Fall!!! Also bin ich mit dem Platten langsam weiter gerollt und nach 6:25h endlich in der Wechselzone 2 angekommen. Und dann: Wolkenbruch es fing an in Strömen zu regnen. Innerhalb weniger Minuten stand das Wasser auf der Straße, teilweise 30 cm hoch. Die ganzen Leute sind kreuz und quer gelaufen keiner wollte durch die tiefen Pfützen laufen. Der Marathon (sowie das Ziel waren in der Haupstadt der Insel San Miguel de Cozumel) bestand aus einer 7 km langen Wendepunktstrecke die dreimal zu absolvieren war. Beim Laufen hab ich mich wieder ganz gut gefühlt. An der gesamten Marathonstrecke standen sehr viele Mexikaner, man hatte das Gefühl die ganze Insel war auf den Beinen und die Stimmung war super. Nach 4:09h und 11:55h Gesamtzeit (juhu unter 12 Stunden) war ich dann im Ziel. Mein Fazit: Ein gut organisierter Wettkampf auf einer traumhaften Insel und sehr freundlichen Menschen. Wer im Winter in die Sonne fliegen möchte und dabei einen Triathlon machen will: Der Ironman auf Cozumel, ist auf jeden Fall eine Reise wert. |