Churfranken Triathlon

Am 27.07.2014 machte ich mich mit drei weiteren ALVlern (Alexa, Jan und Alex) auf den Weg nach Niedernberg, um dort auf der olympischen Distanz zu starten. Für Jan war der Wettkampf gleichzeitig noch der Start bei der Deutschen Meisterschaft der Ärzte und Apotheker. Eigentlich hatte ich mich für diesen Wettkampf gemeldet, weil die Radstrecke im Vergleich zu einer normalen OD 54km lang sein sollte, was mir ja als starke Radfahrerin sehr entgegen kommen sollte. Doch es kommt ja manchmal anders als man denkt. Die Radstrecke musste leider auf normale 42km gekürzt werden und ich verletzte mich drei Wochen zuvor beim Wiesbaden Bike Marathon so blöd am Knie, dass ich bis zum Tag des Wettkampfs nicht richtig trainieren konnte. Lockere Bewegung tat dem Knie gut, so dass ich mir sicher war, die Distanz zu schaffen, ohne dem Knie bzw der Genesung schaden. In welcher Zeit stand auf einem anderen Blatt.

 

Um 09:00 fiel der Startschuss und los ging es mit 1500m Schwimmen im 22°C warmen, klaren Niedernberger See. Es lief für mich überraschend gut und ich konnte nach 30:21 aus dem Wasser steigen (PB für 1500m Freiwasser ohne Neo). Damit war ich sehr zufrieden und recht optimistisch gings aufs Rad. Da wurde dann sehr schnell klar, dass gar nichts geht. Machte ich Druck, streikte sofort das Knie, so dass ich mit 30km/h auf der Geraden rumzockelte und mich wunderte, wer alles langsamer geschwommen war als ich. Dann kam der Berg der Wahrheit (die nennen den wirklich so). Meine Wahrheit war, dass ich da nur hochkriechen konnte, der Puls schön unten, ich dachte erst, ich müsste aufgeben, aber das Knie hielt der Belastung stand. Dann habe ich mich zwei Mal verfahren, ich war da nicht die Einzige, da ist echt noch Optimierungsbedarf in der Orga, und dann gings wieder den Berg hoch. Ein Zuschauer meinte zu mir: "Das sieht aber noch sehr locker aus!". War es auch, aber es ging einfach nicht schneller. Beim Laufen hoffte ich dann einfach, dass ich es schmerzfrei bis ins Ziel schaffe, das Ergebnis war eh nicht mehr zu retten. Es lief die ersten sieben Kilometer auch recht gut und ich hatte einen 4:45er Schnitt. Dann musste ich dem wenigen Lauftraining der letzten Wochen und Monate Tribut zollen und wurde langsamer und lief nach 51:32 und 10,5 Kilometern im Ziel ein. Meine Radzeit verschweige ich lieber, ich hatte einen 26,5er Schnitt auf dem Tacho, so langsam war ich noch nie..
Ganz anders sah es bei den drei weiteren ALVlern aus! Alle drei hatten einen guten Tag erwischt und wussten das auch in Ergebnisse umzusetzen. Alexa hat nach der Transalp eine bestechende Form und kam nach vierte Frau mit tollen Splitzeiten ins Ziel. Sie wurde auch zweite ihrer Altersklasse! Alex, der undercover gestartet war, sicherte sich den Sieg in der Altersklasse und den 17. Platz in der Gesamtwertung. Jan wurde vierter bei der Deutschen Meisterschaft der Ärzte und Apotheker und Vizemeister seiner Altersklasse.

NAME Vorname Platz AK Zeit Swim W1 Bike W2 Run
KORBMACHER Jan 2 TM25M 02:26:08.87 00:25:32 00:01:45 01:15:51 00:01:00 00:41:58
OPATZ Alexander 1 TM30M 02:31:35 00:26:09 00:02:17 01:13:24 00:01:03 00:48:40
WELK Alexa 2 TW30F 02:46:11 00:28:47 00:02:09 01:23:11 00:01:18 00:50:44
RICHTERS Dorothee 5 TW30F 03:08:25 00:30:21 00:02:27 01:43:01 00:01:02 00:51:32

Dorothee Richters