Ein kleines bisschen Italien in Mainz - Gonsenheimer TGM Lauf

Meine sportliche Sommer 2014 war nach dem Höhepunkt meines ersten Halbdistanz in Moret (prima!) nicht so optimal wie erwünscht: es sah so aus, dass mein Körper alles dafür gegeben habe, und danach kein Kraft (insbesondere Immunkraft) mehr habe. Drei Infektionen hinter einander, immer sehr müde beim Training, die Zeiten stimmten nicht mehr, ein Paar Triathlons abgesagt, …

… und dann kam vor einigen Tagen die ALV-Newsletter mit u.a. die Werbung für einem TGM-Benefizlauf in Gonsenheim, mit 5K und 10K Strecken. Interessant und nicht so anspruchsvoll wie ein ganzes Triathlon, hab ich gedacht und sofort neugierig auf die Ergebnisse von letzten Jahren geguckt. Da sah ganz gut möglich ein Podest auf die 5K zu schaffen, wenn endlich mal die Beine gut arbeiten können. Sonst wäre es trotzdem eine gute schnelle Einheit fürs Trainingsplan gewesen.

Also hab ich mich am Freitag Abend spontan entschieden und am Samstag stand ich am Start, wo ich auch andere Vereins- und Trainings-Kameraden getroffen hab. So gut die übliche Routine endlich auszuüben, wie am Mittwoch brav gelernt: langsam warm laufen, die Muskeln ein bisschen dehnen, die Koordination erwecken, ein Paar Mal steigern… und dadurch den Startnummer 104 quasi zerbrechen (blöde leichte Papier mit Kleber!).

3,2,1… Schuss ! und los… auf einem 5er gibt es nicht so viel Taktik, aber ein Pacemaker um die 4:00/K zu haben ist schon gut: bis Km 3 ging alles hinter Nils (Danke!!) flott (anscheinend zu flott, 11’30”, da die Zeichen ein bisschen zu nah standen). Dann kam die kleine Brücke, und sollte ich die Führung des Paars übernehmen mit einem klaren Ziel: vor uns lief ein Mann, an dem wir immer näher kamen… Am Km4 (16’30”…etwas falsch mit den Zeichen!) bei der Kapelle (wo unsere Nikolaslauf gestartet ist) hab ich den Mann geholt, auch dank seinem kleinen Umlauf: unser Sponsor Heiko Wein war er ! Kurz danach merkte ich, allein zu sein, und es folgte ein ganzes Km mit Gewinnergefühl. Der Nummer flog weg (hab ich aber vor dem Start schon die Organisatoren darüber aufmerksam gemacht), aber jetzt ging es um viel durchbeissen und nie nach hinten blicken (wie am Mittwoch gelernt, danke Dominik!)… und  endlich Ziel in 20’32” ! Nicht schleckt, besonders wenn man sich seit lange her “unfit” fühlt.

Ja, und wie war es dann, dass ich nur zweite im Endeffekt war? Na klar, es gab ein schneller Mann, ein Novak (ne, nicht unser Patrick), der 19’15” gelaufen ist… also zu weit vorne, auf dieser winkeligen Strecke von mir/uns sichtbar zu werden, ggf. wenn man nicht vorher weiss, wer 5K und wer 10K läuft ;) Auf jeden Fall, Podest ist Podest, und ich freue mich schon viel darüber! Eine Flasche Wein, ein Gutschein weitere zu kaufen, und 200 Kwh Strom von Sponsoren geschenkt, runden das Ergebnis von einem Samstag Vormittag ab :)

Heiko war dann dritter in 20’40” und Nils (der am Mittwoch mit uns trainiert) vierter in 21’13”. Unser Master Thomas Jüttner absolviert dann die 10K in 41:51, und Philipp Eckel begleitete seine Nachbarin Hannah in 1:08:31 zum ersten Mal im Ziel einer 10er. Dir viel Glück für Remagen-Triathlon morgen, Philipp !

 

Matteo Rizzi