ALV-Athleten im „Main-Nebel“

Strahlende Gesichter im tristen Grau beim Offenbacher Mainuferlauf

Offenbach (12. Oktober 2014).  

Sie liefen. Sie leuchteten. Sie lagen vorne – die roten Trikots der ALV-Mainz-Athleten. In der grauen Nebel-Suppe beim Offenbacher Mainuferlauf waren die roten Hemden für viele Verfolger wie Nebelschlussleuchten.  Beim 10km-Lauf folgten jene anderen nämlich lange Zeit dem „Rot“ aus Mainz und bedankten sich sogar im Ziel fürs „Pace-Making“. Die ALV-Athleten also im dichten Nebel nicht nur eine Orientierungshilfe, eine Art „Renn-Navi im grauen Nichts“, sondern auch ein Tempomat! Carsten Rüger finishte mit 38:08 Minuten und schrammte damit nur 6 Sekunden an Platz eins in der M40 vorbei. Trotzdem: ein zweiter Platz für den ALV und Kekse für Carsten (als schmackhafter Preis).

Philipp Eckel lief ebenfalls wie ein Mainzer Uhrwerk, wollte unter 40 Minuten laufen und landete erfolgreich bei 39:23 Minuten. Mit Platz 4 leider nur haarscharf an Bronze in der M30 vorbei, dennoch volle Zufriedenheit mit der Zeit: „Das ist genau das, was ich wollte – klasse!“ Anschließend strahlte nicht die Sonne, sondern Sigrun Ellenberger:  Mit 1:02:45 Minuten überquerte sie als 16. ihrer Altersklasse die Ziellinie und war begeistert: „Da geht noch was! Die 1 Stunde auf 10km ist zu knacken. Ich glaube, ich probiere das einfach nochmal… das hat richtig Spaß gemacht.“ Sigrun hat also Blut geleckt, an der 10km-Distanz Gefallen gefunden und denkt schon weiter: „Wenn das mit den 10km so gut klappt, ob ich mir dann im Triathlon nach all den Sprints vielleicht auch mal die Olympische zutrauen kann?“ Sigrun – sicher!

Sohn Felix wollte sich auf der Halb-Marathon-Strecke verbessern,  und auch er schaffte das auf dem flachen Kurs in Offenbach: Trotz kleiner Kollision mit einem Radfahrer – „Ich hab richtig ne Kopfnuss bekommen!“ – lief er neue persönliche Bestzeit mit 1:37:54 Std.; für ihn Platz 21 in der Männer Hauptklasse. Schon kurz danach tauchte das nächste rote ALV-Trikot aus dem Nebel am Main-Ufer auf: Alexa Welk lief über die 21,1 km schnelle 1:39:50 Minuten – und verpasste mit dem 4. Platz in ihrer Altersklasse W30 genauso knapp wie Philipp Eckel das Siegertreppchen. Als Belohnung für die tolle Leistung gab es aber im Ziel für alle strahlenden ALV-Athleten heißen Tee (in der feuchten Kühle) und ein kühles alkoholfreies Bier (nach einem heißen Finish). 

P.S: Das Gruppenbild mit Philipp, Felix und Carsten ist nicht photo-shopped… die ALV-Trikots waren wirklich die einzige Farbe im schwarz-weiß-grauen Nichts… J




Carsten Rüger