Neroman oder mein erstes Double – Sechs ALVler beim top organsierten Traditionswettkampf in Wiesbaden am Start

Die ganze Woche war schönstes Wetter, Sonne und 20°C und kaum ist das Wochenende da und der erste Triathlon des Jahres steht an, fängt es an zu regnen. Aber ich bin ja nicht aus Zucker (jedenfalls nicht nur) und somit bin ich selbstverständlich nach Wiesbaden gefahren, wo seit vielen Jahren Ende April der Neroman ausgetragen wird. Das ist ein Crosstriathlon über 500m Schwimmen, 21,4km Mountainbike und 5,4km Crosslauf, bei dem ich letztes Jahr ein bisschen überraschend die Gesamtwertung gewinnen konnte. Dieses Jahr konnte ich meine Form nicht so gut einschätzen, da ich in den vergangenen zwei Monaten nicht ganz so viel trainieren konnte, aber im Winter eine gute Grundlage gelegt hatte. 

Mit von der Partie waren noch fünf weitere ALVler, Bart in Startgruppe 2, Stephie in Gruppe 5, ich in Gruppe 7, Werner und Klaus in Gruppe 8 und „last but noch least“ Rainer in Gruppe 10. Zu Barts Start war ich rechtzeitig da und konnte zuschauen, wie er durchs Wasser pflügte und ziemlich weit vorne aus dem Wasser kam. Dann hieß es für mich, mich auf den Start vorzubereiten, so dass ich Stephies Start leider nicht mitbekam, dafür aber Werner, Klaus und den leider verletzten Gunnar traf. Um 10h48 fiel der Startschuss für mich. Vorher hatte ich noch alle aufgescheucht, weil die Schwimmstrecke, die durch Bojen markiert ist, auf der vorderen Bahn etwa 2m länger war, was insgesamt immerhin 20m ausmacht. Ich durfte die Boje wieder an die richtige Position rücken und dann ging es auch schon los.

Das Schwimmen lief ziemlich gut, nach 9:27 Minuten kam ich aus dem Wasser – für mich ein echter Erfolg. Und ich hatte noch nicht Mal überzogen, denn auf dem Rad konnte ich sofort gut Druck machen. Ich hatte eine ziemlich gute Gruppe erwischt (die mich aber auch 50% der Zeit vorne fahren ließ..) und kam somit nach 51:25 in die zweite Wechselzone. ALV­Mitglied und Neroman­Helfer Alex nahm mir professionell das Rad ab, schnell in die Laufschuhe und losgerannt. Alle bis auf einen der drei meiner Radgruppe konnte ich schnell abhängen, der verbleibende klebte an mir wie Kaugummi, was mich ziemlich antrieb. Nach 25:16 war ich wieder im Ziel, was für die 5,4 hügeligen Kilometer auch mehr als voll in Ordnung geht. Der „Kaugummi“ hatte mich noch zu einem Zielsprint getrieben, den er locker gewonnen hätte (meine Sprint­“Qualitäten“ sind ja bekannt...), aber er hatte doch etwas Anstand und lies mir im Ziel den Vortritt! Ich hatte ja auch die ganze Zeit die Pace für ihn gemacht.

Da wurde mich auch gleich gesagt, dass ich die führende Frau bin, was mich sehr gefreut hat und hoffte, es würde so bleiben. Mein „Spion“ Alex, der sich ja in Wechselzone 2 aufhielt, meinte, dass er keine mehr gesehen hätte, die mir gefährlich werden könnte. 18 Minuten nach mir waren auch Klaus und Werner im Ziel, wobei letzterer 16 Sekunden

schneller als ich war. Wäre interessant gewesen, in der gleichen Startgruppe gewesen zu sein. Den krönenden Abschluss machte dann Rainer, der auch die interne ALV Wertung für sich entscheiden konnte, indem er mit einer 21er Zeit über die Laufstrecke flog. Ein bisschen stolz

muss ich noch erwähnen, dass meine Radzeit die schnellste aller sechs war. Werner sicherte sich den dritten Platz in seiner Altersklasse und ich holte mir tatsächlich nach letztem Jahr wieder den Gesamtsieg. Mein erstes Double. Wobei meine Zeit vom letzten Jahr nur für Platz 3 gereicht hatte, aber ich habe mich in allen drei Disziplinen noch verbessert. Und 2016 stehe ich wieder am Start.

Ein großer Dank an den Fotografen Uli Scherbaum, der mir wieder tolle Fotos zur Verfügung 

gestellt hat. Mehr Fotos könnt ihr hier ansehen, da seht ihr auch die anderen ALVler in Action.

 

Schmidt Rainer 19. 11. TM40 01:22:48,19
Jüttner Klaus 32. 18. TM40 01:25:24,16
Beitz Werner 35. 3. TM50 01:25:53,77
Richters Dorothee 36. 1. TW30 01:26:09,45
Frackiewicz Bart 97. 11. TM30 01:36:52,79
Bauer Stephanie 173. 8. TW30 01:51:38,45


Artikel von Dorothee Richters