Nachtrag: Liga, die zweite

Nachdem der Wettkampf am Wiesensee in Stahlhofen, der der erste Liga Wettkampf der Saison werden sollte, durch den schlimmen Sturz leider abgebrochen werden musste, stand nur zwei Wochen später der nächste Liga-Wettkampf auf dem Plan.

In Maxdorf durfte die Masters-Liga auf der Mitteldistanz ran, während die Herren und Damen noch eine Woche Pause hatten und nächste Woche in Zell an den Start gehen werden. Die Mitteldistanz in Maxdorf ist ein schöner, gut organisierter Wettkampf mit zwei Kilometern Schwimmen im Lambsheimer Nachtweideweiher, 85km Rad durch d en Pf älze r Wald und einem abschließenden 20km Lauf.

Los gings um 09h für die Masters Olav, Rainer, Sylvia und Werner, sowie für mich und Jochen als Einzelstarter. Alex durfte uns beim Schwimmen erstmal zu schauen und dann um 09h15 mit der zweiten Startgruppe ins Wasser.

Das Wasser war mit 22°C nah an der Neoprenverbotsgrenze und der See klar und nur mit wenigen Algen. Der Start verwandelte das Wasser in ein Haifischbecken. Manche Leute meinen echt jetzt genau da schwimmen zu müssen, wo man selbst gerade ist und hauen ohne Rücksicht auf Verluste zu. Nicht mein Fall, ich starte lieber mit weniger Leuten in einer Gruppe. Beim Schwimmen bin ich ein wenig Zick-Zack geschwommen, da die Bojen zwar riesengroß sind, aber doch ganz schön weit draußen und die Sonne einem beim Rausschwimmen entgegen stand.

So kam ich erst nach 43 Minuten aus dem Wasser, ein bisschen mehr hatte ich mir schon erhofft, ich weiß auch nicht, warum die Schwimmzeiten immer so indiskutabel schlecht sind, auch wenn es im Training eigentlich ganz gut läuft. Aber da war das Kind schon in den Brunnen gefallen, also abhaken, raus aus dem Neo, Rainer noch „Gute Fahrt“ zurufen und los auf die Radstrecke. Im Flachen gings richtig gut, da machen sich die Koblenz-Mainz-Auflieger-Kilometer doch bemerkbar. Dafür hat mir am Berg ein wenig der Punch gefehlt, zumal ich auf mein kleines Kettenblatt verzichtete, nachdem mir einmal beim Runterschalten die Kette abgesprungen war, ich absteigen, das Problem beheben und bei 15% Steigung wieder anfahren musste.

Bergab habe ich es recht locker angehen lassen, gesund ins Ziel ist halt doch die oberste Devise. Nachdem ich zwischendurch dachte, dass auch die Radzeit nicht mein Erwartungen entsprechen wird, schaffte ich es doch nach 2h54 (eigene Messung, da in der Radzeit die Wechsel mit drin sind) in der zweiten Wechselzone anzukommen.

Dann ging es auf die Laufstrecke. Es lief richtig gut an und ich musste mich sehr bremsen, da ja kein 5er, sondern ein 20er zu absolvieren ist. So pendelte ich mich auf einem 5er Schnitt ein, was schon mehr war, als ich so erwartet hatte. Die Laufstrecke ist eine 10km Wendepunktstrecke, so dass man immer die Vereinskollegen sieht, was ich persönlich sehr motivierend fand. So konnte ich schon beim Wettkampf sehen, dass alle gesund und mehr oder weniger munter auf der Laufstrecke angekommen sind.

Werner lief nach einer tollen Radzeit vorne weg, dicht gefolgt von Jochen und Rainer, der Jochen am Ende noch überholen konnte. Alex ging es leider nicht so gut, er war schon mit Rückenproblemen vom Rad gestiegen und quälte sich über die Laufstrecke. Dabei sollte doch Maxdorf die Generalprobe für den Ironman in Holland werden. Aber gut, die Generalprobe geht ja häufig schief, so dass noch Hoffnung besteht, dass er sich nicht wieder abmeldet!!

Sylvia war mit Schwimm- und Radzeit sehr zufrieden, nie in der Nähe des Besenwagens und lief locker über die Laufstrecke. Olav, der schon vorab richtig Respekt vor den Cut-Offs hatte, schaffte es gerade vor dem Zeitlimit noch auf die Laufstrecke gelassen zu werden und hatte dann drei Stunden Zeit für den 20km-Lauf, die er aber nicht brauchte und so unter sieben Stunden blieb und auch nicht als Letzter im Ziel ankam.

 

Werner holte die vereinsinterne Wertung, dicht gefolgt von Rainer, der nach sieben Wochen Vorbereitungszeit seine erste Mitteldistanz erfolgreich absolvierte, im Ziel sehr stolz war und „mal eben so“ noch eine 1:34 hinten drauf gelaufen war. Mit 5:24:21 verpasste ich das Podium der Altersklasse nur um 1:14 Minuten. Ich hatte noch versucht, die vor mir laufenden zu holen, aber es ging einfach nicht mehr. Nichtsdestotrotz reichte es für Platz 3 in der Rheinland-Pfalz-Meisterschafts-Wertung, so dass ich nun auch eine Verbandsmedaille in Bronze habe. Sylvia wurde Vize-Rheinland-Pfalz-Meisterin und war damit äußerst zufrieden, da schnelle Frauen am Start waren.

Die Ergebnisse gibt es hier: http://trisys-portal.de/ergebnisse/ergebnisse/111-Triathlon-Maxdorf-2015

 

Dorothee Richters