Tour d´ALV – Etappe 1: Von Newbies, Bergwertungen und Service-Wagen


Vatertag, kurz vor 10 Uhr am Gonsenheimer Juxplatz: knapp 20 ALV´ler freuten sich auf den Start der ersten Etappe der diesjährigen Tour d´ALV. Da in diesem Jahr einige „Ersttäter“ in Sachen Gruppenausfahrt dabei waren, gab es von Dominik neben den Infos zur geplanten Strecke und Pausenstopps auch noch eine Einweisung in die Regeln und wichtigsten Handzeichen für das Fahren in der Gruppe. Nachdem dann auch alle Rucksäcke im Service-Wagen verstaut waren ging es los.

Die ersten Kilometer schön flach am Rhein entlang in Richtung Bingen wurden, gerade von den Newbies, dazu genutzt sich mit der Gruppe, dem Fahren in der an diesem Tag sehr großen Gruppe und den Handzeichen vertraut zu machen. Nach der angekündigten Unterführung in Bingen kam von Dominik das Kommando „kleinster Gang!“ und schon ging es in die erste „Bergwertung“ des Tages: Rauf zum Rochusberg. Mir ist doch glatt ein typischer Anfängerfehler passiert – verschalten am Berg – der dann dafür sorgte, dass ich die letzten gut 50m zum Rochusberg doch zu Fuß zurückgelegt habe. Frei nach dem Motto: Wer sein Rad liebt, der schiebt!

Oben wartete bereits Sebastian mit dem Service-Wagen, der auch ausreichend Verpflegung für den Tag mit an Bord hatte. Frisch gestärkt ging es dann nach einem Gruppenfoto und einer kleinen „Korrektur-on-the-go“ der Sitzposition einer Fahrerin weiter durch Bingen in Richtung Münster-Sarmsheim. Mitten in Bingen gab es dann die Möglichkeit ein Stück der Tour abzukürzen, so dass man sich dann in Münster-Sarmsheim beim nächsten Stopp wieder trifft.

Bingen und Münster-Sarmsheim liegen eigentlich nicht weit auseinander – wenn da nicht die Schleife durch den Binger Wald gewesen wäre… Der Wald kam nah und näher; es half alles nichts. Also gab es nur eine Möglichkeit: Attacke und auf zur zweiten „Bergwertung“ des Tages. Klar im Vorteil waren hier die „alten Hasen“ und diejenigen, die schon viele mallorquinische Kilometer in den Beinen hatten. Da aufgeben keine Option war, hieß es beißen – ok, auch fluchen musste zwischendurch mal sein. Nach einer gefühlten Ewigkeit kam dann ein flaches Stück Straße in Sicht. Aber zu früh gefreut: es war erst das Forsthaus Heilig Kreuz auf gut halbem Weg nach oben. Also, die letzten Körner zusammen gekratzt, tief Luft holen und weiter ging´s. Immer schön kurbeln und bloß nicht zu weit nach oben schauen…. Damit auch niemand verloren geht, kamen dann u.a. Dominik und Ralf B. nochmal nach unten gesaust und haben nachgezählt. Endlich oben angekommen, ging es nach kurzer Verschnaufpause und einem prüfenden Blick gen Himmel zu den dunklen Wolken weiter über Waldalgesheim, Waldlaubersheim und Burg Layen nach Münster-Sarmsheim. Hier wurden wir von Sebastian mit einem tollen Verpflegungsbuffet (Obst, Müsliriegel und Streuselkuchen) sowie frischem Kaffee vom gegenüberliegenden Rathaus-Café empfangen.

Kurz nachdem wir zur letzten Etappe zurück nach Gonsenheim aufgebrochen sind, hieß es anhalten. Es gab eine Panne. Ruck zuck war das Problem behoben. Sebastian hatte eine Bushaltestelle kurzer Hand zur Werkstatt umfunktioniert. Heckklappe auf, Laufrad raus, Mantel und Schlauch runter, neuer Schlauch drauf, Luft rein, Laufrad rein und weiter ging´s. Über Büdesheim, Ockenheim und Gau-Algesheim ging es dann in Ingelheim in die dritte und letzte „Bergwertung“ des Tages: Rauf nach Wackernheim. Von dort ging es dann zügig und gut gelaunt über Finthen zurück zum Juxplatz. Dort angekommen, gönnten sich fast alle erstmal ein leckeres und wohlverdientes Eis.

Trotz der großen Gruppe hatte alles sehr gut geklappt, es ging niemand verloren und – noch wichtiger – es sind wieder all gesund und munter angekommen. Die Mischung der Gruppe aus Newbies und „alten Hasen“ machte es uns Newbies wirklich leicht unseren Platz in der Gruppe zu finden. Es gab immer Tipps und Tricks und die Stimmung war die ganze Zeit einfach klasse! Den Tag haben wir dann im Anschluss bei Pizza und Pasta gemütlich ausklingen lassen.

Nadja Menges