Nicht nur Triathlon aus Leidenschaft...

Ausdauerleistungsverein (ALV) Mainz e.V.

Steiler Start in den ALV Cup

Mit „Auf die Platte, fertig, los“ starteten am Samstag, den 23. Februar beim traditionellen Berglauf des LC Olympia Wiesbaden insgesamt 159 Läufer mit schönstem Frühlingswetter in die Laufsaison 2019. Erst am Montag bei der Mitgliederversammlung wurde für die Ausrichtung eines internen ALV Cups entschieden und schon am Samstag ließen es sich 12 ALV Athleten nicht nehmen, die ersten Punkte für den Cup einzuheimsen. Ein Pro-Punkt für den ALV Cup war auch die regionale Nähe der Wettkämpfe und so konnte individuell mit Auto, Bus und Rad angereist werden, wobei die Radfahrer ihre Entscheidung später bereuen sollten. Um kurz vor 14 Uhr trudelten die ersten ALV-ler zur Startnummernausgabe und Fotoshooting ein. Die Turnhalle, in der der LC Olympia seine Zelte aufschlug, hat wohl einige Kriege überlebt… Naja, zumindest gab es warme Duschen für nach dem Lauf. Kurz vor dem Start packten wir unsere Beutel und verstauten sie im bereitstehenden Bus, der unser Gepäck zum Ziel auf die Platte gebracht hat.  

Dann kurzes Aufwärmen und Einlaufen zum Start in einer schönen Parkanlage am Fuß des Nerobergs. Um 15 Uhr fiel der Startschuss und allen war die Spannung für das bevorstehende anzusehen. Es sollten nämlich 8,1 km zurückgelegt werden, jedoch mit 450 Höhenmetern rauf auf die Platte. Bei dem Gedanken wurden die Beine schon vor dem Start schwer. Die ersten 700m nach dem Start führten locker bergauf durch die Parkanlage – genug Zeit seine Muskeln für den bevorstehenden Neroberg vorzubereiten. Dann wird der „Berglauf“ seinem Namen gerecht und es ging direkt 800m den Serpentinenweg hinauf auf den Wiesbadener Hausberg. Oben angekommen war die Milchsäure in den Beinen schon deutlich zu spüren – oh je, dabei waren erst 1,5 km überstanden. Zum Glück ging es den nächsten Kilometer wieder steil bergab. Über Stock und Stein musste man wachsam sein, nicht allzu schnell den Berg runter zu preschen. Nach der kurzen Erholung sollte es nun die nächsten Kilometer zum Ziel stetig hoch gehen. Der Lauf führte durch einen schönen Mischwald und nach einigen Kilometern hatte man sich fast schon an den stetigen Anstieg gewöhnt. Doch bei Kilometer 7 steigt wieder die Anspannung, denn wir haben immer noch 110 Höhenmeter vor uns! An der nächsten Abbiegung winkt uns der Streckenposten nach links und da stand er mit seinen 25% Steigung und 100 Höhenmetern auf 400m Strecke – der berühmt berüchtigte Rodelbahn-Berg. Die ersten Meter noch laufend versucht, brannten schon bald alle Muskeln und dann ging es nur noch auf allen Vieren hoch. Da GEHT so mancher Profi, außer Flo Neuschwander, der ist kein Profi, er ist eine Maschine. Die Jagdschloss Ruine im Blick, geht es wieder auf zwei Beinen endlich auf die Zielgeraden – besser gesagt Zielanstieg, heißt ja nicht umsonst Berglauf. Geschafft! Berg bezwungen!  

Bei den ALV Männern kam Basti knapp vor Ralf B. und Volker auf der Platte an und übernimmt somit die Führung sowohl in der AK als auch der in der Cup-Gesamtwertung. Bei den Masters setzte sich Claus vor Heiko und Winfrid durch. Bei den Damen bezwang Natty als erste den Berg, gefolgt von Doro, die nun beide die 7 Punkte in ihrer AK Wertung einsacken. Vivien, Ralf S., Patrick und Markus komplettierten das Dutzend und der ALV konnte sich mit einen starken Rot präsentieren. Im Ziel warteten auf jeden Finisher eine leckere Tafel Schokolade und allerlei Verpflegung. Nachdem alle ALV-ler erfolgreich das Ziel erreicht hatten, fuhren wir zum Glück mit dem Bus wieder zur Turnhalle zurück. Dort gab es erstmal eine warme Dusche und leckeren Kuchen, bevor es zurück nach Mainz ging – mit Auto, Bus und mit schweren Beinen auf dem Rad.

 Natkritta Hüppe

 Ergebnisse:

  • Sebastian Beckers (00:38:46),      5. Platz AK M, 11. Platz gesamt
  • Ralf Beier (00:39:57), 6. Platz      AK M, 13. Platz gesamt
  • Volker Wenzel (00:41:31),      6.Platz M30, 17. Platz gesamt
  • Claus Hensel (00:46:48),      6.Platz M50, 40. Platz gesamt
  • Heiko Philipps (00:47:00),      7.Platz M30, 42. Platz gesamt
  • Natkritta Hüppe (00:48:55),      4.Platz AK W, 58. Platz gesamt
  • Patrick Nowak (00:50:09),      26.Platz M30, 67. Platz gesamt
  • Dorothee Richters (00:50:55),      3.Platz W30, 71. Platz gesamt
  • Markus Grab (00:52:57), 12.      Platz M40, 82. Platz gesamt
  • Winfrid Hartung (00:55:25),      6.Platz M60, 95. Platz gesamt
  • Vivien Bender (00:59:23),      6.Platz W, 122. Platz gesamt
  • Ralf Schinke (01:07:38),      36.Platz M30, 147. Platz gesamt