Saisonabschluss beim Jog & Rock in Bensheim


Schon zum vierten Mal stand für mich als Saisonabschluss der Jog & Rock in Bensheim an. Nach der Langdistanz habe ich mir gut überlegt, ob ich mich nochmal für einen Lauf aufraffe, aber da ich durch den Altersklassensieg im Vorjahr einen Freistart gewonnen hatte, habe ich mich dann doch für den 5 km Lauf – die kürzeste Distanz – entschieden.

Der Start war angenehmerweise auch erst um 12h45, so dass wir ausschlafen und dann gemütlich nach Bensheim fahren konnten. Der Wettkampf geht über fünf Runden durch die Bensheimer Altstadt, was von daher ganz nett ist, dass man von Familie und Freunden fünf Mal angefeuert wird und auch fünf Mal an Stimmung machenden Bands (es heißt ja Jog & Rock) vorbei läuft.

Von Beginn an ordnete ich relativ weit vorne ein und konnte mich dann auf Position drei der Frauen festsetzen. Wäre mir auf der letzten Runde nicht noch die Wade zugegangen, die mir seit der Langdistanz so fiese Probleme macht, wäre ich noch ein paar Sekunden schneller gewesen, aber auch so kann ich mit der Zeit von 22:40 auf einer winkligen, welligen Kopfsteinpflaster-Strecke und dem dritten Gesamtplatz der Frauen zufrieden in die Saisonpause gehen.

Mein Dank geht an den Veranstalter für die Bereitstellung aller Fotos (www.bensheim-marathon.de) Und durch den Altersklassensieg und den zugehörigen Freistart fürs Folgejahr weiß ich auch jetzt schon: 2018 gerne wieder!

Dorothee Richters

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Letztes PTC Rennen in 2017 beim SV3athlon Triathlon

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Ulli und Niklas sind die neuen Vereinsmeister im Sprinttriathlon

Neun Podestplätze beim Gimbsheimer Triathlon für ALV Triathleten

Nach der Premiere im letzten Jahr, machten sich in diesem Jahr 13 Triathletinnen und Triathleten auf den Weg zum Triathlon des SFG Gimbsheim, um dort die ALV Mainz-Vereinsmeisterschaft im Sprinttriathlon auszutragen. Ulli Klemm konnte in der Damenkonkurrenz ihren Titel aus dem Vorjahr verteidigen. Bei den Männern siegte Niklas Prokasky.

Am üblichen Treffpunkt „Am Sägewerk“ zeigte sich die ruhige Sonntagswelt von ihrer schönen Seite. Die Sonne kämpfte sich durch den Nebeldunst. Frische Temperaturen aber auch frische Luft ließen auf einen schönen Triathlontag hoffen. In Gimsbheim lautete die ersten Frage: „Schwimmst Du mit Neo?“ Die Luft war zwar kühl, aber das Freibad war auf angenehme 21,8 Grad Celsius temperiert. Also kein Neo. In einer eigenen Startgruppe stießen sich die rot-weiß-schwarz gekleideten Sportler das erste Mal vom Beckenrand ab und jagten sich fortan gegenseitig. Benjamin Michel (7:31 min) und Ulli (8:35 min) stiegen nach 500 Meter als erster Mann und erste Frau aus dem Wasser. Bekanntermaßen beginnt bei einigen ALV-Männern das Rennen erst mit dem Radfahren. So kam es dass Benjamin erst einmal ein einsames Rennen

fuhr und Niklas, Dominik, Erich und Ralf die Jagd aufnahmen.

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Challenge Regensburg 2017 – meine erste Langdistanz

Angefangen hat alles eigentlich vor 10 Jahren, als ich in Wörrstadt meinen ersten Triathlon über die Sprintdistanz absolvierte und sofort vom Triathlon-Virus infiziert war. Eins kam zum anderen und ich machte 2008 meine erste Olympische Distanz und 2011 standen ein Marathon und eine Mitteldistanz auf der Agenda. Wäre da nicht eine Fußverletzung dazwischen gekommen, hätte ich mich vielleicht 2012 schon an das Projekt Langdistanz gewagt. 

Die Promotion 2014 und der Einstieg ins Arbeitsleben schoben das Vorhaben noch weiter nach hinten. 2016 war es dann endlich soweit. Nach langem Überlegen welcher Wettkampf denn der richtige sein könnte, meldete ich mich für die Challenge Regensburg an: mit bergiger Radstrecke – so war es ausgeschrieben. Mit meinem Arbeitgeber handelte ich eine Reduzierung auf 80% von März bis August aus, um weder das Training noch meinen Job zu vernachlässigen.

 

Das Training lief sich gut an und auch die Ankündigung des Veranstalters nicht mehr auf Berge sondern auf flach zu setzen, sollte der Motivation nur einen kleinen Dämpfer versetzen. Im April im Trainingslager auf Mallorca fraßen wir in acht Radtagen mehr als 1000 Kilometer und viele Höhenmeter und auch die Wettkämpfe zeigten meist eine gute Form an.

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#ALV International #1 #2017 - Mein Lauf in Australien

Im Rahmen eines Schüleraustausches war ich in den Sommerferien in Australien. Als ich meiner Gastfamilie erzählt habe, dass ich ein begeisterter Läufer bin, haben sie sich sofort darum gekümmert, dass ich im Schulteam trainieren kann und bei einem Lauf in der Gegend starten darf. Am Sonntag, den 30. Juli 2017 war es dann schließlich soweit. Ich stand am Start des Roseville Chase Rotary Fun Runs in einem Stadtteil von Sydney. Bei warmen 21°C konnte ich mich über den australischen Winter wirklich nicht beschweren.

Mein 5-Kilometer-Lauf startete nach der 2,5km Familienrunde und dem 10km Hauptlauf um 8.10 Uhr am Morgen. Der Start verlief gut und ich konnte mich an dritter Position einreihen. Doch schon nach 50 Metern mussten wir uns einer sehr steilen Steigung stellen. Hier konnte ich mich durchsetzen und war von da an die Spitze des Feldes. Immer wieder forderten mich die steilen Streckenverläufe heraus und ich wusste schon nach einem Kilometer, dass ich keine Bestzeit laufen würde. Trotzdem strengte ich mich an, mein Tempo zu halten und die anderen Läufer hinter mir zu lassen. Mit Erfolg! Nach 19:50 Minuten lief ich als erster in der Gesamtwertung über die Ziellinie. Ich war aufgrund der anspruchsvollen Strecke sehr zufrieden mit meiner Leistung.

 

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Hamburg – Attacke!

ALV-Athleten beim größten Triathlon-Spektakel, dem ITU World Triathlon Hamburg 2017

„Das war einfach sensationell! Eine wahnsinnige Atmosphäre, die angesteckt hat!“ – Klaus Jüttner ist von allem begeistert: Es ist das erste Mal, dass er und Christine Degenhardt beim Triathlon in Hamburg mitgemacht haben. Für Carsten Rüger ist es schon das insgesamt 12. Mal, dass er mit dabei ist, bei diesem Wochenende der Superlative. Mehr als  10.000 Jedermann-Triathleten auf der Sprint- (Samstag) und Olympischen Distanz (Sonntag), rund 300.000 Zuschauer entlang der Alster, Elbe und am Rathausmarkt und – on top! – die Crème de la Crème des Profi-Triathlons, die ebenfalls in die Alster springt und über den blauen Teppich Richtung Finish vor dem altehrwürdigen Hamburger Rathaus sprintet. „Bei dem Profi-Rennen der Männer waren wir direkt am Schwimmausstieg: Super toll, das live zu sehen. Was die da für eine Weltklasseleistung abliefern…und am nächsten Tag schwimmt man dann da selbst!“ sagt Klaus. „Und beim Abendessen sitzt am Samstag neben uns im Restaurant die niederländische Triathlon-Nationalmannschaft… wow! Das steckt einfach an!“  

Insofern sind alle drei ALV-Athleten voll motiviert, als sie am Sonntag morgen (16.7.) an den Start gehen – zu ihrer Olympischen Distanz. Der Schwimmstart: direkt am Jungfernstieg. 1500m unter zwei Brücken raus in die Außenalster, wieder zurück in die Binnenalster und unter der Reesendammbrücke durch Richtung Rathaus. Die Wechselzone – gigantisch. Auf dem Ballindamm stehen weit über 4.000 Räder. „Aber das ist der Hammer,“ sagt Klaus, „wie gut das organisiert ist: Dadurch, dass beim Schwimmen nicht alle gleichzeitig, sondern alle 10 Minuten ein Block von 160 Athleten gestartet wird, verteilt es sich, keine Prügelei im Wasser… und selbst bei mehr als 4.000 Rädern in der Wechselzone gab’s kein Chaos, ist man super rausgekommen!“ Nach 3 Runden von der Innenstadt an den Landungsbrücken vorbei zur Elbe und zurück (insgesamt 40km) ging’s auf die 10km-Laufstrecke an der Alster entlang… bevor jeder das große Finish erlebte: der Zieleinlauf über die Poststraße und dann über den blauen Teppich vor den Tribünen am Rathausmarkt.

Christine startet um 9.10 Uhr in Block Q, Klaus und Carsten zusammen zwanzig Minuten später in Block S. „Ich hab mich gut gefühlt“, sagt Klaus. „Das Radfahren war mit 1:04 Std. super, auch Christine hatte bei ihren 1:11 Std. immer einen Schnitt über 30km/h… nur auf den 10km am Ende wären wir beide vielleicht gerne ein bisschen schneller gewesen – aber insgesamt ein klasse Rennen!“

Carsten – bekanntlich kein großer Schwimmer – grinst: „Der Hammer! Wann hat es das schon mal gegeben, dass Herr Rüger nach dem Start am Jungfernstieg seinen Block anführt? Es war total witzig, als Allererster die gelbe Tonne in der Außenalster zu erreichen. Vorteil Nummer eins: Ich konnte erstmals ganz dicht an der Boje entlang den kürzesten Weg schwimmen und habe nicht wie sonst Zeit im Getümmel oder auf der Außenbahn verloren. Vorteil Nr.2: Beim Zurückschwimmen konnte ich ungehindert den geradlinigsten Weg Richtung Rathaus schwimmen… spart auch Zeit! Und wenn man als Erster aus dem Wasser kommt, dann packen gleich vier Helfer-Arme einen… und zack, so schnell war ich noch nie aus dem Wasser. First-out-of-water-of -the-S-Block!“ 25:33 Minuten auf der Uhr – diese PB-Split-Zeit motivierte! Dann auf dem Rad mit 1:05 Std. zügig unterwegs und auf der Laufstrecke noch eine Zeit von 39:36 min. – das ergab für Carsten eine neue persönliche Bestzeit bei der Olympischen Distanz in Hamburg: 2:18:19 Std. – Und die Gesamtplatzierung:  130. von rund 4.000 Teilnehmern.  

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Sonndags am Ammersee

Der Ammersee Triathlon 2017 war für Pagona und Dominik Sonndag ein guter Test in der wettkampfarmen Zeit in Rheinland-Pfalz und Hessen, um für das vierte Rennen im Pfungstädter Triathlon Cup bereit vorbereitet zu sein. So verknüpften die beiden einen Familienbesuch mit dem Start in Dießen am Ammersee. Die Strecken waren mit 750 Meter Schwimmen, 20 Kilometer Radfahren und fünf Kilometer Laufen angegeben. Ein klassischer Sprint, der in der Ausschreibung als „Elite“-Sprint angekündigt wurde. Und so ein wenig Respekt einflößte.

„Ob die Beschreibung „Elite“ wirklich ernst zu nehmen ist oder das übersichtliche Feld von gut 50 Startern in dieser Gruppe eine vordere Platzierung erhoffen lässt, war nicht wirklich abzuschätzen“, erklärte Dominik im Nachhinein. Zudem die schnellen Jugend- und Juniorenklassen in einer eigenen Startgruppe unterwegs waren.

Für beide ALV’ler, die als Schwimmtrainingauslasser bekannt sind, begann das Rennen so richtig erst nach dem Schwimmen. Die kleinen Schwimmgruppen in einem angenehm warmen Ammersee sorgten dafür, dass es wohl einer der wenigen Triathlon ist, bei dem kein Gegnerkontakt gezählt werden kann. „Ich habe mich eigentlich gut und verhältnismäßig schnell gefühlt, die Uhr hat mich aber gleich auf den Boden der Tatsachen zurückgeholt“, schmunzelte Dominik über grobe 15 Minuten. Auf den geschätzten 400 Metern in die Wechselzone konnte er doch gleich vier Plätze gut machen. Pagona, die ungefähr 17 Minuten benötigte, freute sich auf das Radfahren und dort auf den lautstarken Support ihres Bruders samt Familie (siehe Foto Hintergrund), die auf der anderen Seite des Ammersees ihre Heimat haben.

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Hofheimer Triathlon – Meine erste Triathlon Halbdistanz

Am letzten Wochenende machte ich mich zusammen mit Erich, Doro und Sigrun auf den Weg nach Hofheim/ Unterfranken, um mich dort meinem Projekt „Erste Triathlon Halbdistanz“ zu widmen. Während Doro und Sigrun der Kurzdistanz entgegenfieberten, bereitete ich mich mit Erich auf 1900m Schwimmen, 95 km Radfahren und 20,4 km Laufen vor. 

Am Abend zuvor genossen wir noch gemeinsam die Pasta-Party, die eingebettet in ein Weinfest, kombiniert mit anschließendem Eis- und Waffelessen, uns zu Kräften verhelfen sollte.  Danach stand die Wissenschaft „Wettkampfverpflegung“ für mich an, wobei ich mich nach etlichen Varianten für „Weniger ist Mehr“ entschied und mich danach aufs „Beutelpacken“ konzentrierte. Nachdem der Zeitplan für die Vorwettkampfphase und die Eckdaten für das Rennen mit allen Mitstreitern ausdiskutiert waren, hatte ich zwar eine ruhige, aber kurze Nacht.

Am Tag des Wettkampfs ging es für Erich und mich schon früh los! Schon morgens waren es warme Temperaturen und ein Blick auf die tolle Naturlandschaft rund um den Ellertshäuser See ließen erahnen, dass an diesem Tag Hitze und Wind vorherrschen werden.  

Das Schwimmen mit Neo lief für mich Bestens und so kam ich als 1. Frau mit einem beflügelnden Gefühl aus dem Wasser und machte mich euphorisch auf die erste der drei Radrunden. Die Tatsache, dass mich Erich erst bei KM 20 einholte, ließen nur zwei Schlüsse zu:  Entweder hat Erich in der ersten Wechselzone mal wieder getrödelt  ;-) oder ich bin bis jetzt wirklich bärenstark unterwegs! (Vielleicht lag die Wahrheit in der Mitte!) Doch ab ca. KM 60 machten sich nicht nur die starken Winde und die Hitze sondern auch meine fehlenden langen Radeinheiten bemerkbar. Während ich die letzten beiden Radrunden etwas Tempo rausnehmen musste, wurde mir langsam klar, dass dieses Rennen sehr sehr lang werden könnte. Die von Erich angepriesene „Rollerstrecke“ mit kleinen nicht zu erwähnenden Hügeln wurde für mich immer mehr zu einer Berg-Etappe ohne Aussicht auf das gepunktete Trikot!!! Trotzdem rettete ich mich mit einer passablen Radzeit von unter 3h ins Ziel und wechselte auf die Laufstrecke, in der Hoffnung, neue Kräfte zu mobilsieren.  

Während meine Gedanken schon bei den anderen ALV-Mitstreitern waren, die langsam ihrem Zieleinlauf entgegenstrebten, freute ich mich über Erichs aufmunternde Worte auf der Laufstrecke. Leider musste ich durch mehrmalige Geh-, Wasser,- und Gesprächspausen etliche Zeitminuten auf der Strecke einbüßen, die mich trotzdem nicht davon abhielten durch ein letztes Aufbäumen mir den 3. Gesamtplatz der Frauen nehmen zu lassen. 

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7,777 KM um die Eppsteiner Burg

In meinen Heimatort Eppstein ging es darum, mit Felix und meinem Bruder Lars am Berglauf rund um die Eppsteiner Burg teilzunehmen. Um halb acht am Abend fiel der Startschuss und es ging vom Sportplatz in Richtung Wald zum ersten großen Anstieg, um dann bergab in Richtung Ortsmitte zur Burg zu laufen.

Mit der Führungsgruppe von zehn Läufern konnte ich gut mithalten, sodass es gemeinsam nach knapp drei Kilometern in der Ortsmitte in die erste von zwei Runden um die Burg Eppstein ging. Der harte Anstieg am Ende der 1. und 2. Runde kostete mich einige Körner, weshalb ich nach der zweiten Runde auf dem Weg zurück zum Sportplatz etwas zurück fiel. Am Ende konnte ich mit 33:53 Minuten sehr zufrieden mit der Leistung ins Ziel einlaufen.

 

Ergebnisse:

Nils 33:53 min; Platz 19 (Klasse M Platz 4)

Felix 44:02 min; Platz 183 (Klasse M Platz 26)

Lars 45:22 min; Platz 206 (Klasse M Platz 28)

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Meine 9. Langdistanz am 09. Juli 2017 in Roth oder wie ich meine neue persönliche Bestzeit erlebt habe

Angefangen hat es am Samstag mit dem Abholen der Startunterlagen und dem Challenge Women`s run. Es war gar nicht so leicht die vielen flotten Bienen in pink auseinander zu halten.  Am Nachmittag noch eine kurze 20minütige Testfahrt mit dem Triathlonrad und danach los nach  Hilpoltstein zum Bike Check In. Durch die vielen Kampfrichter ist das sehr schnell erledigt. Am Sonntagmorgen klingelte nach einer sehr kurzen Nacht um 4 Uhr der Wecker und ich machte mich nach einem stärkenden Kaffee gemeinsam mit meinen Triathlon-Freunden auf den Weg zum Start. Die Temperaturen lagen bereits bei 19 Grad und uns war spätestens dann klar: das wird ein heißes Rennen.

Nachdem die Wechselzone vorbereitet war, hatte ich noch ausreichend Zeit die Stimmung zu genießen. Pünktlich um 7:20 Uhr ertönte mein Startsignal und ich erwischte auf der gesamten Schwimmstrecke eine sehr gute Gruppe, mit der ich die 3,8 km gemeinsam geschwommen bin. Auch das Überholen der schwächeren Schwimmer aus der vorderen Gruppen verlief ohne große Schwierigkeiten. Die Überraschung war sehr groß, als ich registrierte, dass ich für das Schwimmen über 1:13 Std. gebraucht habe. „Das fängt ja gut an.“, dachte ich mir, aber jetzt geht es ja erst richtig los. Rauf aufs Rad und rein in die Pedale. Die Stimmung an der Strecke war gigantisch und auf der Brücke über den Kanal wurden wir Athleten von tausende Triatlohn-Fans bejubelt und angefeuert.

Durch die Wellenstarts mit Startgruppen à 200 Athleten und die zeitlichen Abstände von 5 Minuten war das Feld -soweit ich es sehen und beobachten konnte- sehr fair und mir sind keine Windschattenfahrer oder Gruppen aufgefallen. 

Eine Zeitstrafe von 5 Minuten und eine extra Strafrunde von 1 km, die zum Lauf dazu kommt, sind wohl Motivation genug, dass sich auch der unfairste Triathlet an die Regeln hält. Die Radstrecke war durch die vielen Stimmungsnester sehr kurzweilig. Gefühlt werden es in den letzten Jahren immer mehr Zuschauer die nicht nur am Solarer Berg den Radkurs in einen Hexenkessel verwandeln. Trotz des starken Windes schaffte ich die 180 km in einer Zeit von 5:28 Std.

Jetzt galt es noch den Marathon mit neuer Laufstrecke zu bewältigen. Die Hoffnung, dass diese nicht schwerer ist als bisher, wird leider nicht erfüllt. Es sind zwar deutlich mehr Zuschauer auf der Strecke, doch wer hat die Alpen nach Roth versetzt? Die Hügel werden zu Bergen und die Beine zu Blei! 

Die Fans an der Strecke und besonders meine Betreuer pushen mich.  Die Stimmung im Ziel ist überragend und ich fliege durch den Zielkanal. Es gelingt mir auf den letzten Kilometern meine „magische Hürde“ von 11 Stunden um 11 Sekunden zu unterbieten. Geschafft!

Roth sollte bei jedem Triathlet, der die Langstrecke machen möchte, nicht nur als Teilnehmer im Kalender stehen. Die Organisation ist absolut perfekt, die Wege sind kurz und eine helfen Hand eines sehr freundlichen Helfers ist immer und überall in der Nähe. Hier wird Triathlon gelebt!

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Challenge Roth – meine erste Langdistanz

Probieren wir’s mal – ob ich bei der Nikolaus-Aktion im Dezember 2016 noch einen Startplatz ergattern kann. Gesagt, getan und siehe da, ich hatte einen Platz zugelost bekommen. Jetzt hatte man 24 Stunden Zeit, den Startplatz auch wirklich zu lösen. Soll ich? Bin ich bereit für eine Langdistanz? Trainingsurlaub in Mallorca war bereits gebucht und so brauchte es noch ein bisschen Überzeugungsarbeit einiger Vereinskollegen und ich entschied mich dazu, den Startplatz anzunehmen. Meine erste Langdistanz sollte also die Challenge Roth 2017 werden. Es folgten unzählige Kilometer der Vorbereitung, viele auf dem Rad, viele zu Fuß und zu wenige im Wasser. Die Zeit verging, die Trainingseinheiten fielen dank häufiger Begleitung und Windschattenspende von Erich oft kurzweilig aus. „Pause machen und Essen während des Trainings zeugen von Schwäche!“ – das war das Leitmotto der Ausfahrten. So gab es den verdienten Kaffee und Kuchen oft erst nach dem Training, Riegel wurden immer heimlich verspeist ;) Glücklich und froh, dass ich bis auf eine kleine Reizung der Achillessehne nahezu verletzungsfrei und gesund durch die Vorbereitung gekommen war, kam er also, der 9. Juli 2017.

Ich wusste, dass ich meine Hausaufgaben erledigt hatte. Dass ich die Ziellinie nicht überqueren würde, stand für mich so gut wie nie zur Debatte. Die Frage war allerdings, in welcher Zeit ich es schaffen sollte. Beim Testwettkampf in Heilbronn drei Wochen zuvor hatte ich mich beim Schwimmen allerdings etwas zu sehr reingehängt, so dass ich entschied, es bei den 3,8 km in Roth etwas langsamer angehen zu lassen. Der Wechsel aufs Rad fiel mir leicht und so ging es relativ flott weiter – schließlich lagen noch weitere 222 km vor mir. Die Radstrecke von Roth gilt als schnell, allerdings hatte ich sie doch etwas leichter erwartet. Einen fiesen Anstieg in Greding galt es gleich zweimal zu bewältigen. Der Solarer Berg hält, was er verspricht. Auf der ersten Runde wird man quasi von den Zuschauern hochgetragen. Besonders auf der Radstrecke merkt man: dieser Landkreis lebt für Triathlon. Die Zeit verging wie im Flug und so stieg ich knapp unter meiner persönlichen Deadline von 6h vom Rad. Die Beine fühlten sich gut an – noch. Das sollte sich nach 15 km ändern. Die Laufstrecke in Roth wurde geändert und jetzt müssen im Verlauf der 42 km insgesamt 200 Höhenmeter bewältigt werden, wovon jeder Meter mehr weh tut als der andere. Angefeuert durch die Zuschauer und meine angereisten Freunde dachte ich allerdings zu keinem Zeitpunkt ans Aufgeben. Unterbrochen von einigen (zu vielen…) Gehpausen schaffte ich auch den letzten Teil der Strecke und konnte, etwa knapp 7 Minuten später als ich mir gewünscht hatte, nach 11 Stunden und 7 Minuten ins Ziel einlaufen. Die letzten Meter in der Arena habe ich ganz besonders gehend genossen und wusste bereits vor dem Überschreiten der Ziellinie: das war nicht die letzte Langdistanz!

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Abenteuer Roth erfolgreich abgeschlossen

Drei ALV Athleten machten sich am Wochenende auf den Weg um ihr persönliches Saisonhighlight bei der Challenge Roth zu feiern. Lange im Voraus wurde die Saisonplanung auf diesen einen besonderen Höhepunkt abgestimmt. In Trainingslagern und vielen teils gemeinsamen Schwimm-, Rad- und Laufeinheiten wurde an der Form gefeilt und die Motivation immer wieder hochgehalten. Man stellte sich immer wieder vor, wie es wohl sein wird, den berühmten Solarer Berg durch die Zuschauermassen zu fahren oder in die stimmungsvolle Triathlonarena in Roth einzulaufen.

Endlich war es jetzt so weit und wir reisten, unterstützt von unseren Liebsten, mit Respekt und viel Vorfreude an. Die Zielsetzungen konnten unterschiedlicher nicht sein und endlich sollten wir uns für die harte Arbeit belohnen. Während Jochen vom Knacken der Sub-11-Marke träumte, rückte Ralf als Langdistanz-Rookie das sichere Ankommen in den Vordergrund. Erich dagegen wollte alles auf eine Karte setzen und um den Weltmeistertitel der Feuerwehren mitstreiten.

In Roth angekommen wurde die Erwartungshaltung an das Triathlonevent überhaupt, noch einmal getopt. Sei es der riesige Trubel rund um den Triathlonpark in Roth, der Blick über den unglaublichen Radpark beim Einchecken oder die Sicht über den Main-Donaukanal auf die scheinbar nicht endende Schwimmstrecke. Am Race Day sollte die Anspannung ihren Höhepunkt erfahren, als das erste mal die laute Startkanone die Stille zeriss und die Profis in die Fluten schickte. Jetzt war klar, es gibt kein zurück mehr und man bereitete sich unter gegenseitigem Glückwünschen auf den eigenen Start vor.

Der Wettkampf war hart und jeder Teilnehmer hatte seine eigenen kleinen Geschichten. Hoch und Tiefs geben sich die Hand, doch die guten Bedingungen und die aufmunternde Anfeuerung unserer Fans ließen die Schmerzen vergessen. Der Einlauf in die Zielarena ist der emotionale Höhepunkt eines monatelangen Projekts und es scheint wie eine Erlösung.

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