Deutsche Meisterschaften Cross-Duathlon in Trier


Am 17.03. versammelte sich die deutsche Cross-Duathlon-Elite in Trier um sich dort eine Schlammschlacht zu liefern und gleichzeitig den Wettkampf um den ersten deutschen Meistertitel der DTU des Jahres 2019 (Elite und Altersklassen) auszutragen. Da durften auch die nicht ganz so elitären, aber zumindest AK Athleten des ALV Mainz nicht fehlen.

 

Winfrid holte mich um halb elf, eine moderate Zeit für einen Start in einen langen Tag, ab. Wir fuhren im strömenden Regen nach Trier und Winfrid äußerte schon leise Zweifel, ob er denn bei dem Wetter überhaupt an den Start gehen möchte. Da hatte ich es leichter. Letztes Jahr hatte ich Trier bei Schnee und 4 Grad Celsius überstanden, da konnte es doch nur besser werden.

Pünktlich zum Start um halb eins kam dann auch die Sonne raus und die Teilnehmer der Deutschen, und zugleich auch Rheinland-Pfalz-Meisterschaften wurden auf die Strecke geschickt: 5km Crosslauf, 25km Mountainbike mit knapp 900 Höhenmetern (Schlammsurfen und Fango gratis) und einem abschließenden 2,5km Lauf.

 

Kurz nach dem Start waren schon die neuen Schuhe dreckig. Das sollte man nie machen, mit neuen Sohlen da in dem Trierer Lehm rumlaufen, aber die alten hatten halt keine Cross-tauglichen Sohlen mehr. Ich versuchte an Sara-Diane Gorges dranzubleiben, da ein AK Sieg nur über sie gehen würde. Etwa 2,5 Kilometer lang klappte das auch, dann musste ich einsehen, dass ich das Tempo nicht halten kann und mich nur kaputt machen würde. So drosselte ich das Tempo auf mein Tempo, kam mit 30 Sekunden Rückstand in die Wechselzone und los gings mit dem ersten Anstieg. Auf dem Rad lief es gut, ich konnte insbesondere in den schlammigen Abfahrten und den Steilstücken Plätze gut machen, wenngleich die Strecke deutlich langsamer als im trockenen Zustand war. Auf der letzten Radrunde ereilte mich noch ein Graupelschauer. War mir vorher noch eher zu warm gewesen – jetzt nicht mehr! Ich war heilfroh, eine Viertelstunde später nass und durchgefroren endlich vom Rad steigen zu dürfen. Beim abschließenden Lauf war keine Frau mehr in Sicht, weder vor mir noch hinter mir, so dass ich nicht mehr an die absolute Grenze gehen musste.

Winfrid kam 20 Minuten nach mir ins Ziel, dreckig, wieder aufgetaut und geschafft aber zufrieden die Herausforderung angesichts seines erst kürzlich verheilten Muskelfaserrisses gemeistert zu haben. Als Belohnung gab es den zehnten Gesamtplatz bei den Frauen der Deutschen Meisterschaften (inkl. Elite) und den Vizetitel in der AK. Bei den Rheinland-Pfalz-Meisterschaften konnte ich die AK gewinnen und den zweiten Platz Gesamt einfahren. Winfrid wurde achter seiner AK bei der Deutschen und dritter seiner AK bei den Rheinland-Pfalz-Meisterschaften. Drei Medaillen für den ALV – so kann die Saison weitergehen!

Dorothee Richters

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Mein erster Halbmarathon (unter der ALV Flagge, aber auch im echten Leben)


Hallo liebe ALV Kollegen und hallo an jeden den es auf unserer Homepage verschlägt. Mein Name ist Dirk, ich bin Mitte 40 und einer „der neuen“ im ALV.

In meiner Jugend war ich mal sportlich, aber Job, Familie und ein wenig Bier haben mich träge und zu schwer werden lassen. Insofern habe ich mich Anfang 2018 entschieden, dass sich was ändern muss – ich werde wieder sportlich und nehme ab.

Wie macht man das? Ganz einfach: Man(n) suche sich eine neue Sportart, melde sich zu einem Wettkampf an und die Angst treibt einem dann schon dazu etwas zu tun. Gesagt getan. Kumpel überredet zu einem Sprinttriathlon und los gings. Das Ergebnis: 10 kg weniger und Spaß am Sport wiedergefunden. Damit das auch so bleibt haben mein Kumpel und ich direkt eine olympische Distanz für 2019 ausgemacht. Und weil auf die Dauer alleine trainieren auch doof ist bin ich einfach mal in den ALV eingetreten (genaugenommen versuche ich Dienstags beim Schwimmen ohne Wadenkrämpfe zu überleben – aber dazu im nächsten Bericht mehr).

Jetzt gibt es ja im Winter keine Triathlons und Radfahren bei Schnee und Eis ist ja auch nicht unbedingt das Gelbe vom Ei. Deswegen war mein Plan, dass ich läuferisch zulegen wollte – denn ehrlich gesagt war das die schwächste meine 3 eher durchschnittlichen Fähigkeiten. Mit Hilfe von YouTube meinen Laufstiel umgestellt und 2 mal die Woche laufen hat schon einiges gebracht – aber wie fit man ist findet man ja im Grunde nur in Wettkämpfen heraus. So passte es ganz gut, dass mich ein Kollege auf den Halbmarathon in Frankfurt am 10. März aufmerksam machte. Termin passte super und ich wollte eigentlich schon immer mal einen Halbmarathon machen. Also angemeldet und zur Vorbereitung ein paar mal 15 km gelaufen.

 

Jetzt das eigentliche Problem: Ich bin ein Datenfreak und ein Wettkampfmensch. Also einfach mal antreten nach dem Motto dabei sein ist alles geht nicht. Was ist also ein realistisches Ziel für so etwas? Meine Bestzeit auf die 15 km waren 5:27 min/km. Darunter sollte es schon sein, aber wieviel schneller? Hmmm, keinen Plan. Unter 2 Stunden war klar, aber 1:50 h war auch unrealistisch. Nach langen hin und her habe ich mir einen Zielkorridor von 1:52-1:55 gesetzt. Aber wie paced man das richtig? Am Anfang nicht überziehen – O.K., aber wenn man zu langsam läuft ist das ja auch irgendwie doof. Ernährung: Gele ja oder nein? Trinken ja oder nein? Was zieht man an (vor allem wenn es regnet)? Fragen über Fragen und die Realität sieht ja immer anders aus.

Dann war er da, der Tag X. Wettervorhersage echt schlecht – Schauer und starker Wind. Am Ende hatten wir aber Glück und es war feucht, aber nicht nass und ein wenig windig dazu, aber alles im Rahmen.

Am Start dann in der Gruppe mit Zielzeit 1:45-1:55 min einsortiert und los. Die ersten 10 km ging es leicht bergab, also zügig laufen aber nicht überziehen. Puls knapp unter meiner Laktatschwelle (das behauptet zumindest meine schlaue Garmin) durchschnittliche Pace 5:19 min/km – also eine Zielzeit von 1:52 wenn ich das so durchziehe. Ab km 12 dann aber der Knackpunkt - die 4,5 km Bergaufstrecke. Mir war klar, hier gilt es nun hart zu sein. Also noch schnell ein Gel mit Koffein „reingezogen“ und dann hoch mit dem Puls und „Scheiß auf die Laktatschwelle“. Die letzten 5 km geht es ja dann bergab, da können sich die Beine wieder erholen (soweit der Plan). Klappte im Grunde ganz gut. Jede Menge Leute eingesammelt und Pace gehalten bis zum Wendepunkt. Das einzige Problem: Es ging nach dem Wendepunkt gar nicht bergab. Zumindest meine Beine haben das nicht mitbekommen. Beine an Hirn: „Lauf mal langsamer ich will nicht mehr“. Hirn an Beine: „Gebt mal Gas, es geht hier bergab“. Beine an Hirn: „Du lügst, es geht immer noch bergauf“. Dieser Kampf hat dann die letzten 5 km geprägt und mit jedem km wurde er härter. Am Ende hat das Hirn über die Beine gesiegt und ich habe es in knapp unter 1.52 h ins Ziel geschafft. Na ja gesiegt ist ein großes Wort, denn die Beine hatten natürlich das letzte Wort wie ihr euch vorstellen könnt. Aber jeder Siegt hat nun mal seinen Preis.

Ab jetzt wird wieder mehr Rad fahren, denn im Sommer will ich euch ja mal berichten wie schön der Triathlon am Wörthsee ist. Der Halbmarathon in Frankfurt ist übrigens eine nette Veranstaltung. Um die 6000 Teilnehmer, alles ganz unbürokratisch, schöne Strecke und nette Mitläufer – danke an die Organisatoren, komme vermutlich wieder.

 

In dem Sinne, viele Grüße, Dirk


Steiler Start in den ALV-Cup!


Mit „Auf die Platte, fertig, los“ starteten am Samstag, den 23. Februar beim traditionellen Berglauf des LC Olympia Wiesbaden insgesamt 159 Läufer mit schönstem Frühlingswetter in die Laufsaison 2019. Erst am Montag bei der Mitgliederversammlung wurde für die Ausrichtung eines internen ALV Cups entschieden und schon am Samstag ließen es sich 12 ALV Athleten nicht nehmen, die ersten Punkte für den Cup einzuheimsen. Ein Pro-Punkt für den ALV Cup war auch die regionale Nähe der Wettkämpfe und so konnte individuell mit Auto, Bus und Rad angereist werden, wobei die Radfahrer ihre Entscheidung später bereuen sollten. Um kurz vor 14 Uhr trudelten die ersten ALV-ler zur Startnummernausgabe und Fotoshooting ein. Die Turnhalle, in der der LC Olympia seine Zelte aufschlug, hat wohl einige Kriege überlebt… Naja, zumindest gab es warme Duschen für nach dem Lauf. Kurz vor dem Start packten wir unsere Beutel und verstauten sie im bereitstehenden Bus, der unser Gepäck zum Ziel auf die Platte gebracht hat.  

Dann kurzes Aufwärmen und Einlaufen zum Start in einer schönen Parkanlage am Fuß des Nerobergs. Um 15 Uhr fiel der Startschuss und allen war die Spannung für das bevorstehende anzusehen. Es sollten nämlich 8,1 km zurückgelegt werden, jedoch mit 450 Höhenmetern rauf auf die Platte. Bei dem Gedanken wurden die Beine schon vor dem Start schwer. Die ersten 700m nach dem Start führten locker bergauf durch die Parkanlage – genug Zeit seine Muskeln für den bevorstehenden Neroberg vorzubereiten. Dann wird der „Berglauf“ seinem Namen gerecht und es ging direkt 800m den Serpentinenweg hinauf auf den Wiesbadener Hausberg. Oben angekommen war die Milchsäure in den Beinen schon deutlich zu spüren – oh je, dabei waren erst 1,5 km überstanden. Zum Glück ging es den nächsten Kilometer wieder steil bergab. Über Stock und Stein musste man wachsam sein, nicht allzu schnell den Berg runter zu preschen. Nach der kurzen Erholung sollte es nun die nächsten Kilometer zum Ziel stetig hoch gehen. Der Lauf führte durch einen schönen Mischwald und nach einigen Kilometern hatte man sich fast schon an den stetigen Anstieg gewöhnt. Doch bei Kilometer 7 steigt wieder die Anspannung, denn wir haben immer noch 110 Höhenmeter vor uns! An der nächsten Abbiegung winkt uns der Streckenposten nach links und da stand er mit seinen 25% Steigung und 100 Höhenmetern auf 400m Strecke – der berühmt berüchtigte Rodelbahn-Berg. Die ersten Meter noch laufend versucht, brannten schon bald alle Muskeln und dann ging es nur noch auf allen Vieren hoch. Da GEHT so mancher Profi, außer Flo Neuschwander, der ist kein Profi, er ist eine Maschine. Die Jagdschloss Ruine im Blick, geht es wieder auf zwei Beinen endlich auf die Zielgeraden – besser gesagt Zielanstieg, heißt ja nicht umsonst Berglauf. Geschafft! Berg bezwungen!  

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8-Stunden-Schwimmen der DLRG Rheingau


Direkt nach den Weihnachtsfeiertagen kam die Anfrage, wer Lust hätte am 5.1.2019 beim 8-Stunden-Schwimmen in Geisenheim dabei zu sein. Mein erster Gedanke: Klasse, ich bin dabei - unter Wettkampfbedingungen die Ausdauer beim Schwimmen testen, das kann für die Standortbestimmung für die anstehende Saison nur von Vorteil sein. Doch dann folgte sofort der zweite Gedanke: Oh nein, das Kraulschwimmen und ich - eine eher unharmonische Beziehung, oder sagen wir so, wir lernen uns noch kennen...

Zunächst machte sich dann erstmal Enttäuschung breit, aber die Hoffnung stirbt bekanntlich zuletzt. Eine kurze Rückfrage bei Sigrun, die unsere Teilnahme organisiert und koordiniert hat, ob auch Brustschwimmen erlaubt sei. Auch bei der zweiten Auflage des 8-Stunden-Schwimmen (früher 10-Stunden-Schwimmen) der DLRG Rheingau steht vorwiegend die persönliche Ausdauer und nicht das Tempo im Vordergrund. Gezählt wird jede geschwommene Bahn und Pausen sind jederzeit möglich. Das war mein „go“ und schon ging die Rückmeldung an Sigrun – ich bin dabei!

Als relativer Triathlon-Neuling, der eigentlich vom Laufen kommt und mit dem Schwimmen so seine Probleme hat, ist mein erster Start in den Reihen des ALV nun ausgerechnet ein Schwimmwettkampf… Na, das konnte ja heiter werden.

Pünktlich um 9 Uhr waren wir im Geisenheimer Rheingau-Bad. Nachdem die Startnummern auf die Arme geschrieben und Zähllisten abgeholt waren, ging es auch schon los. Jeder Teilnehmer konnte sich selbst auf eine der drei zur Verfügung stehenden Bahnen (schnelle Schwimmer, normales Tempo und gemächlicheres Tempo) einordnen. Da ich nicht einschätzen konnte, was „normales Tempo“ bedeutet, ging es für mich dieses Jahr auf Bahn 3 zur Gruppe mit dem gemächlicheren Tempo. Denn was ich auf keinen Fall wollte, war andere Schwimmer zu blockieren. Zu meiner Freude habe ich festgestellt, dass es doch einige Teilnehmer gab, die Brustschwimmend unterwegs waren. Zug für Zug stieg langsam, aber stetig, die Anzahl der zurückgelegten Bahnen. Schwimm- und Pausenzeiten haben sich schnell eingependelt und kaum dass man sich versah, war auch bereits die erste Hälfte der acht Stunden vorbei. Bereits jetzt hatte ich mit den verbuchten 5 km meinen persönlichen Rekord eingestellt. Eine Distanz, die ich noch nie zuvor geschwommen bin. Die zweite Hälfte des Tages ging nicht mehr ganz so flott, die Intervalle wurden kürzer und die Pausen länger. Alles in allem konnte ich am Ende des Tages insgesamt 9.050 m, rein Brustschwimmend, für mich verbuchen. Diese Distanz wird jetzt erst einmal einige Zeit Bestand haben. Aber das Ziel für 2020 ist klar: die 10 km – Marke knacken.

Die Veranstaltung ist familiär und wirklich gut organisiert. Mir hat der Tag mit Sigrun, Doro und Ina sehr viel Spaß gemacht. Insgesamt hatte unser Team am Ende des Tages 47,55 km „erschwommen“. An dieser Stelle gebe ich Sigrun absolut Recht, man ist am Ende des Tages gar nicht so fertig, wie der Veranstaltungsname es vermuten lässt. Ich freue mich bereits auf die Saison 2019 und das nächste 8-Stunden-Schwimmen Anfang Januar 2020.

Nadja Menges

 

Ergebnisse:

  • Dorothee Richters, 15000m, 2. Platz AK U40
  • Ina Theile, 8500m, 3. Platz AK U40
  • Sigrun Ellenberger, 15000m, 1. Platz AK Ü 40
  • Nadja Menges, 9000m, 4. Platz AK Ü 40
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ALV Athleten bei Siegerehrung des Pfungstädter Triathlon Cups


An fünf Wettkämpfen über unterschiedliche Distanzen – von Sprint bis Mitteldistanz – nahmen die Sportler des ALV Mainz im Jahr 2018 teil. Hierbei konnten insbesondere die Damen die Lorbeeren einheimsen, indem die mit Ulrike Klemm und Dorothee Richters die ersten beiden Plätze der Gesamtwertung belegten.

Klemm und Richters gewannen ebenso wie ihre Vereinskollegen Zoe Holland-Cunz, Dominik Sonndag, Florian Weber und Erich Keuchen ihre jeweiligen Altersklassen und Simon Rothmeier wurde Dritter seiner Klasse.

„Die Siegerehrung in Pfungstadt Ende November ist immer ein besonders schönes Event“, so die Zweitplatzierte Richters, „man kommt mit den Sportlern nochmal in einem anderen Rahmen zusammen. Schade, dass unsere Gesamtsiegerin Ulli Klemm nicht dabei sein konnte, da sie auf der Südhalbkugel weilte.“.

Mit 48,5 Litern Pfungstädter Bier sowie zahlreichen Sachpreisen konnten die erfolgreichen Mainzer schließlich den Nachhauseweg antreten. An welchen Wettkämpfen die ALV 2019 teilnehmen, wird im Rahmen der Jahreshauptversammlung im Februar entschieden. Die sehr gut organisierten Veranstaltungen des Pfungstädter Cups stehen auf jeden Fall sehr weit oben auf der Auswahlliste.


MTB-Touren und Winterlauftreff starten wieder


Ab dem 04.11.2018 gibt es Sonntags wieder einen offenen MTB Treff (kein reines Vereinstraining). Treffpunkt ist der Fahrrad Franz in Mombach um 11 Uhr. Gefahren wird etwa 2-3 Stunden, mal in den Taunus, mal durch Rheinhessen. Mitzubringen sind ein funktionsfähiges MTB oder Crossrad und ein Helm.

Empfohlen ist die Aufnahme in den E-Mail-Verteiler (Kontakt Doro: presse@alvmainz.de), damit eventuelles Ausfallen der Tour kommuniziert werden kann.

 

Ab dem 10.11.2018 gibt es Samstag wieder unseren Winterlauftreff. Treffpunkt ist um 10 Uhr an der 14-Nothelfer-Kapelle im Gonsenheimer Wald. Wir laufen 10-20 Kilometer im 5:30-6:00er Schnitt. Bei Bedarf können auch zwei Gruppen gebildet oder die Runde abgekürzt werden.


Saisonabschluss in vier Etappen


Da ich euch ja immer auf die Nerven gehe, dass ihr Berichte schreiben sollte, will ich dem jetzt mal in nichts nachstehen und auch über meine Wettkämpfe der letzten Wochen berichten.

Das große Highlight dieses Jahres war für mich definitiv die Deutsche Meisterschaft im Cross-Triathlon, die wie schon 2013 im rheinland-pfälzischen Schalkenmehren ausgetragen wurde. Ich hatte noch Zoë überredet, dass sie auch startet, denn alleine zu einem Wettkampf zu fahren, ist immer viel langweiliger.

So standen wir beide am Samstag, den 28.07. um 14h am Schalkenmehrener Maar um uns in kalte, aber klare Wasser zu stürzen – ohne Neo. Das Schwimmen lief für mich ok, dann gings aufs MTB. Die Radstrecke ist schön und für einen Mountainbiker technisch auch nicht sehr anspruchsvoll. Leider hatte ich Zoës Erfahrung da ein wenig überschätzt und sie hatte ganz schön zu kämpfen. Da mir Luca aber im Winter gesagt hatte, dass ich mir von Zoë eine Scheibe abschneiden kann, was das Fahren im Schnee angeht, war ich davon ausgegangen, dass sie das schon meistert.

So bin ich noch auf den abschließenden Lauf gegangen, Zoë aber beendete den Wettkampf aufgrund von Stürzen nach dem Radfahren. So verpasste sie als einzige Starterin ihrer AK auch die Goldmedaille, während ich hinter Eva Buchholz als eine von zwei Starterinnen in der AK zweite wurde. Insgesamt wurde ich 14. von 28. Finisherinnen und erreichte damit genau das, was ich mir vorgenommen hatte: in der vorderen Hälfte zu landen. Nebenbei hab ich noch den RLP-Titel eingeheimst – als einzige Starterin. Also drei Mal Letzte und drei Mal zur Siegerehrung – ein komisches Gefühl, ich hoffe, es sind nächstes Jahr ein paar mehr am Start!

Vier Wochen später ging es noch mit meinen Debeka Kollegen zu den deutschen Meisterschaften der Versicherungen und Finanzdienstleister im Rahmen des Sebamed Bike Days in Bad Salzig. Da durfte ich auch wieder nur gegen eine Frau kämpfen, gegen die dem ALV bekannte Tanja Wittig. Schon letztes Jahr hatte sie den Titel vor mir eingefahren, dieses Jahr konnte ich ihr das Rennen zumindest deutlich schwerer machen, da ich sie immer in Sichtweite hatte und auch mal rankam, aber schlussendlich hatte sie auf der finalen Abfahrt die Nase vorn und ist verdient Deutsche Meisterin geworden. Für mich blieb mal wieder zugleich der Vizetitel und der letzte Platz.

Den Abschluss der Saison bildeten der Stenger Bike Cup sowie der Jog and Rock in Bensheim. Für den Stenger Bike Cup, ein 6h MTB Rennen, hatte mich mein Sebamed Team Kollege Christian Nebel gefragt, ob wir nicht gemeinsam im Mixed starten wollen. Gerne! Mit Nina Kuhn und Philipp Mund sowie weiteren starken Teams gab es dieses Mal den zweiten Platz nicht nur durchs Finishen. Am Anfang noch auf Rang 1 liegend, fuhren Nina und Philipp irgendwann an uns vorbei und vergrößerten den Vorsprung Minute um Minute bis er kurz vor Schluss bei knapp sieben Minuten lag. Eigentlich wollte ich die finale Runde fahren, aber da Philipp einen Defekt hatte und der Vorsprung auf unter eine Minute geschrumpft war, entschieden wir kurzfristig, dass Christian versuchen soll noch um den Sieg zu fahren. Und er schaffte es, so dass wir nach sechs Stunden mit einer Minute Vorsprung gewinnen konnten!

Tags drauf war ich noch in Bensheim und wollte dort meine 5-km Zeit verbessern. Ich hatte schon bessere Ideen, denn durch die Belastung des Vortags waren meine Beine schon vor dem Start müde, zudem ist der 1km-Rundkurs sehr winklig, nicht flach, voll mit Kopfsteinpflaster und ab der dritten Runde muss man ständig überrunden. Nach 22:18 kam ich ins Ziel, nicht wirklich zufrieden und mal wieder mit dem zweiten Platz – allerdings Gesamt von mehr als 100 Frauen – und dem AK Sieg.

Jetzt heißt es Beine hoch und ab November für 2019 vorbereiten. Mit der Deutschen Meisterschaft Cross-Duathlon in Trier am 17.03 steht schon der erste Wettkampf auf dem Plan.

Dorothee Richters

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Triathlon-Saison Abschluss beim SV3sathlon


Das letzte mal für diese Saison ist das ALV-Team gemeinsam bei einem Sprinttriathlon an den Start gegangen. Mit unseren vierzehn Starterinnen und Startern waren wir wieder eine große Gruppe und färbten das Feld schön rot ein.

Nach dem es auf dem Hinweg noch recht frisch war (das Autothermometer zeigte 13°C), war das Wasser im Freibad beim Start um zehn Uhr dann doch angenehm warm. Nach dem erfolgreichen Schwimmen bewältigten wir die Fahrradstrecke wie auch schon in Mühlchen mit dem

Mountainbike. Nach zwei Runden Radfahren mit ein paar anstrengend Steigungen und schottrigen Abfahrten, ging es dann zum Abschluss auf die fünf Kilometer lange Laufstrecke. Durch den Support von vielen Zuschauenden und von den vielen roten Sportlerinnen und Sportler, die man immer wieder auf der Strecke traf, sind wir alle erschöpft, aber mit einem großen Lächeln ins Ziel eingelaufen.

Mit der Mannschaft haben wir es leider nicht auf das Podest geschafft, trotzdem gab es einige Erfolge in den jeweiligen Alterklassen, die zwar nicht geehrt wurden aber auf die wir natürlich trotzdem sehr stolz sind. So belegten Ina Thiele, Vivienne Bender und Florian Weber jeweils den dritten Platz in ihrer Altersklasse, Catherine Wachte und Doro Richters den zweiten und Ulrike Klemm und Zoe Holland-Cunz den ersten in ihrer jeweiligen Alterklasse.

 

Alles in allem war es ein sehr erfolgreicher und schöner letzter Triathlon in der Saison 2018.

 

Wir freuen uns schon auf das nächste Jahr!

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ALV Athleten in Gimbsheim erfolgreich


Klemm und Keuchen beim Herbsttriathlon über die Sprintdistanz vorne

Der Triathlon in Gimbsheim am vergangenen Sonntag über die Sprintdistanz ( 0,5-20-5 km ) war für die Sportler des ALV Mainz eine runde Sache.

Während Ulrike Klemm die Frauen Konkurrenz in einer Zeit von 1:06:03 für sich entscheiden konnte, wurde Erich Keuchen bei den Männern in starken 0:58:34 hinter Christoph Steurenthaler vom TCEC zweiter.

Darüber hinaus können sich die Beiden über den Vereinsmeistertitel des ALV Mainz freuen. Dieser wird traditionell in Gimbsheim  ausgetragen. Weitere ALV Athleten waren in ihren Altersklassen erfolgreich. Ein erster Platz ging an Catherine Wachter, zweite Plätze an Ralf Beier und Michael Blumbach, und dritter wurden Anne Blondiau und Niklas Prokasky.

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Rückblick - Ironman Frankfurt - Unsere erste Langdistanz


Als ich am 8.7.2018 um 5.30 Uhr mit meinem Mann am Langener Waldsee stand, durchflutete mich ein Gefühlsmix aus unfassbarer Aufregung, Spannung und Vorfreude.

Über dem See lag noch Stille und der Himmel glich einem Farbenmeer. Es waren heiße Temperaturen zu erwarten. Hinter meinem Mann Claus und mir lag ein intensives Jahr mit sehr vielen schönen Trainingsstunden,tollen Vorbereitungswettkämpfen, viel Organisation rund um unsere 4 Kinder und Job und ein Trainingslager mit der ganzen Familie auf Lanzarote.

Nach dem Einrichten der Wechselzone fand ich mich von vielen netten Athleten umgeben am Schwimmstart in der 1h20min Zeitzone wieder und hoffte  gut durch das Schwimmen zu kommen. So sehr ich das Schwimmen liebe, so sehr habe ich lange Zeit das offene Gewässer und das Gerangel im Wasser gefürchtet.

Bis auf ein paar Tritte, einer verrutschten Schwimmbrille und erschwerter Sicht aufgrund der tiefstehenden Sonne kam ich ganz gut durch das Wasser und freute mich über die Anfeuerungsrufe auf dem Weg zum Rad.

Auf dem Rad fühlte ich mich gut ,ich konnte einen Schnitt von knapp 30kmh halten und versuchte meinen Ernährungsplan umzusetzen. Auf den letzten 10 Radkilometern fing jedoch mein Magen an Probleme zu bereiten, was mich ziemlich beunruhigte, denn Magenprobleme kannte ich bisher nur vom Laufen. 

Nach den ersten 5 Laufkilometern und dem 2. Dixieklostopp war klar, dass das Laufen alles andere als geplant und erhofft funktionieren würde. Nach 15km mit Bauchkrämpfen und Übelkeit war ich nah daran das Rennen zu beenden und auszusteigen...ein aufmerksamer Zuschauer jedoch machte mir Mut und unsere Kinder, die an der Strecke standen, unterstützten mich mit ihrem festen Glauben an mich und mein Finish.

Nach 30km mit Gehpausen hatte sich mein Magen so weit beruhigt, dass ich wieder schluckweise Cola und Wasser zu mir nehmen konnte und in meinem Kopf manifestierte sich der Glauben an ein Finish. Die letzten 2km Richtung Römer und der Zieleinlauf waren unbeschreiblich schön...Momente von hoher emotionaler Dichte, Gänsehaut und reine Glücksgefühle reihten sich aneinander und es war wunderschön von meinen strahlenden Kindern, meinem glücklichen Mann und von guten Freunden erwartet zu werden.

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Podium x 4 = ALV Mainz beim Mühlchen-Triathlon


Am 12.08. stand in Darmstadt-Arheiligen für sieben ALV’ler/innen der Mühlchen-Triathlon auf dem Programm, der zugleich die vierte Station des Pfungstädter-Triathlon-Cups war.

Gewohnt früh ging es bei einem angesichts der zurückliegenden Hitzewelle ungewohnt kühlen Morgen Richtung Darmstadt. Mit der aufgehenden Sonne stiegen Temperatur und Laune und spätestens zum Startschuss um 09:40 Uhr herrschte bestes Triathlonwetter.

Die Schwimmstrecke führte im Zickzack über 400 Meter durch den Naturbadesee des Arheiliger Mühlchens. Wo sich Enten, Wasserläufer und anderes Getier sichtlich wohlfühlen, versucht der Triathlet dieses Idyll möglichst schnell hinter sich zu lassen. Zumindest unter Wasser gab es auch nicht viel zu sehen.

Wie zu erwarten war, verließ Zoe den Teich als erste ALV’lerin, gefolgt von Dominik und Uli. Wenig später erreichten auch Doro, Heiko, Simon und Alex die Wechselzone.

Nun ging es auf dem Rad über 18 Kilometer durch Felder, Wiesen und ein angrenzendes Waldstück. Aufgrund der Beschaffenheit des Untergrundes waren meist Mountainbikes und Cyclocrosser das Mittel der Wahl. Einige wenige Mitstreiter griffen unter dem Motto „Alles für den Radsplit“ doch wieder auf klassische Rennradbereifung zurück. 

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ITU Triathlon Hamburg: Zwei ALV-Athleten beim größten Triathlon der Welt


Mehr als 10.000 Athleten, die Crème-de-la-Crème der Profis, Gänsehaut-Feeling und zwei ALV-Athleten erfolgreich dabei

 

„Jetzt weiß ich, warum Du immer davon geschwärmt hast! Es ist wirklich sagen-haft! Es war ein wahnsinnig schönes Triathlon-Wochenende! “ (Matteo)

Hamburg, 15. Juli 2018. Der blaue Teppich, über den am Vorabend noch der Spanier Mola, der Franzose Luis und der Brite Brownlee ins Ziel gesprintet sind, das „Stadion“, die Tribünen am Rathausplatz, wo Zehntausende den Sieger des ITU-World-Championship-Series-Rennen gefeiert haben – das ist das Ziel für Matteo und Carsten an jenem Sonntag morgen.

Wie die Profis, die Top-Triathlon-Elite am Samstag, geht es auch für die zwei ALV-Athleten bei der Olympischen Distanz am Sonntag  erst vom berühmten Jungfernstieg in die Alster: 1.500 Meter quer durch die Binnen-Alster, unter zwei Brücken hinaus in die Außenalster, um zwei Bojen und unter den Brücken durch die Binnenalster wieder zurück Richtung Rathaus.

Der Turm des imposanten Hansestadt-Wahrzeichens: die perfekte „Landmarke“ zur Orientierung im Wasser! Dann 40km (in drei Runden ) vorbei an den Landungsbrücken und an der Norderelbe entlang… und schließlich 10km um Binnen- und Außenalster, bevor es die magische Poststraße Richtung Rathausmarkt geht – mit dem Mega-Finish! 

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