Wettkampfbericht Swim and Run Vereinsmeisterschaften 2019


500 m Schwimmen und anschließend 6 km Laufen – im Vergleich zu den Vorjahren, in denen 800 m zu schwimmen waren – lassen die in diesem Jahr ausgetragenen Distanzen das Nichtschwimmerohr aufhorchen. Vielleicht entschieden sich deshalb ein paar mehr ALV-Triathleten dazu, bei den diesjährigen Swim and Run Vereinsmeisterschaften teilzunehmen, als in den vergangenen Jahren. Ob man hieraus bereits eine Schlussfolgerung hinsichtlich der Leistungsfähigkeit unserer ALV-Triathletinnen und Triathleten im Becken ziehen kann? Wer weiß, wer weiß.

Schnellste Schwimmsplits unter 8 Minuten (sowohl bei den Damen als auch den Herren) lassen allerdings Rückschlüsse auf effektives Schwimmtraining zu. So stirbt die Hoffnung zuletzt, dass der im letzten Jahr geschlagene Schwimmrekord auf Hawaii vielleicht doch noch eines Tages von einem ALV-Athleten pulverisiert wird.

So traf man sich in der vergangenen Woche jeweils Dienstag und Freitag in der Traglufthalle in Mombach um nach kurzem Aufwärmprogramm die Erste der beiden Disziplinen abzunehmen. Der erste Rückschlag ließ allerdings nicht lange auf sich warten: Neoprenverbot. Die Hiobsbotschaft für jeden Triathleten. So musste jeder Zentimeter Wasserschatten genutzt werden, die Renntaktik wurde bereits vor dem Einstieg ins Wasser minutiös durchgeplant und jedes verfügbare Sauerstoffmolekül wurde verstoffwechselt. Schlümpfe im Wasser! Bereits am Dienstagabend gab es erste Zwischenergebnisse, sodass die Taktiker unter den Sportlern wieder die Rechenschieber anwerfen konnten und Siegchancen erneut berechnet wurden. Umso größer war der Zuspruch dann vergangenen Freitag, als die zweite Möglichkeit der Abnahme über 500 m im 50 m-Becken bestand.

Am Samstag kam der alles entscheidende Tag: nachdem die Schwimmzeiten standen, trafen sich 20 entschlossene ALVler im Gonsenheimer Wald, um Laktat, Regenwetter und der Uhr den Kampf anzusagen. Zuerst waren die Damen an der Reihe. In einem Jagdstart gingen alle Frauen auf die Wettkampfstrecke. Der Abstand betrug hierbei genau die Differenz der Schwimmzeiten. Nachdem die Frauen auf der Strecke waren, wurde es für die Männer ernst. Ebenfalls im Jagdstart starteten die Männer auf die 6 km lange Strecke im Gonsenheimer Wald. In der Damenwertung konnte sich Uli Klemm (08:12/26:44) die schnellste Gesamtzeit und somit den Vereinsmeistertitel vor Dorothee Richters und Silvia Wenzel sichern. Bei den Herren konnte sich Ralf Beier (08:39/23:00) knapp vor Erich Keuchen und Dominik Sonndag den Titel holen. Die beiden Vereinsmeister schafften es sogar, zeitgleich ins Ziel einzulaufen. Perfekte Planung – großes Lob auch an den Organisator Alexander Hildebrandt.

Damen

1 Uli 34:56 (08:12/ 26:44)

2 Doro 35:57 (08:57/ 27:00)

3 Silvia 36:51 (09:37/ 27:14)

4 Ina 37:56 (10:03/ 27:53)

5 Iris 38:48 (09:26/ 29:22)

6 Murphy 55:37 (10:37/ 45:00)

7 Isabelle 00:00 (07:47/ 00:00)

Herren

1 Ralf 31:39 (08:39/ 23:00)

2 Erich 31:58 (08:51/ 23:07)

3 Dominik 32:48 (08:57/ 23:51)

4 Rainer 32:56 (09:20/ 23:36)

5 Thomas 33:10 (08:33/ 24:37)

6 Volker 33:23 (10:19/ 23:04)

7 Michael 33:53 (07:55/ 25:58)

8 Jochen 34:32 (10:29/ 24:03)

9 Claus 34:44 (08:42/ 26:02)

10 Dirk 35:56 (08:29/ 27:27)

11 Heiko 36:09 (09:29/ 26:40)

12 Andre 38:28 (11:35/ 26:53)

13 Winfried 41:10 (12:40/ 28:30)

14 Detlef 43:03 (10:41/ 32:22)



Aktuelle Wertung ALV Cup


Herren

  1. Claus (Pkt.19)
  2. Erich (Pkt.19)
  3. Ralf B. (Pkt.16)
  4. Basti (Pkt.14)
  5. Dominik (Pkt.14)
  6. Rainer (Pkt.14)
  7. Thomas (Pkt.14)
  8. Heiko (Pkt.11)
  9. André (Pkt.10)
  10. Volker (Pkt.10)
  11. Alex (Pkt.9)
  12. Jochen D. (Pkt.8)
  13. Patrick (Pkt.8)
  14. Ralf R. (Pkt.5)
  15. Markus (Pkt.4)
  16. Michael (Pkt.4)
  17. David K. (Pkt.2)
  18. Winfrid (Pkt.2)
  19. Dirk (Pkt.1)
  20. Jörg (Pkt.0)
  21. Ralf S. (Pkt.0)
  22. Sebastian (Pkt.0)

Damen

  1. Ulli (Pkt.27)
  2. Doro (Pkt.24)
  3. Iris (Pkt.18)
  4. Natty (Pkt.13)
  5. Ina (Pkt.12)
  6. Sigrun (Pkt.11)
  7. Caro (Pkt.7)
  8. Nadja (Pkt.7)
  9. Anne (Pkt.5)
  10. Isabel (Pkt.5)
  11. Vivien (Pkt.5)
  12. Lena (Pkt.2)
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Altersklassenwertungen
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Neun Triathleten und eine Queen trotzen dem Schlamm, Wind und Regen des Neroman


Am 27. April stand der Neroman Crosstriathlon und damit der erste Triathlon des ALV-Cups auf dem Plan. Zehn Athleten des ALV ließen sich von 9 °C und Nieselregen nicht davon abhalten die rot-weiß-schwarzen Farben in der hessischen Landeshauptstadt zu repräsentieren.

Die erste Disziplin wurde im Wiesbadener Opelbad ausgetragen, welches nicht nur einen fantastischen Blick über die Stadt jenseits des Rheins bietet, sondern auch ein Schwimmbecken mit etwas mehr als 50 m Länge aufweist. Dieses Problem wird vom Veranstalter schon seit Jahren so gelöst, dass zwei Bojen vor den beiden Enden des Pools platziert werden, die es zu um schwimmen gilt. Eine ungewohnte Herausforderung, doch sie blieb heute nicht die Einzige. Die meisten ALV Athleten starteten in derselben Startgruppe, was nicht nur ein tolles Bild, sondern trotz eisigen Windes auch eine tolle Stimmung vor dem Start ergab. Nach den 500 Metern im angenehm beheizten Pool ging es über eine kurze Wendeltreppe in die 1. Wechselzone und mit der ersten kalten Windböe war klar, dass dieser Wettkampf einer der unangenehmeren Sorte werden wird. Die meisten Starter warfen sich also noch eine zusätzliche Jacke über den Einteiler bevor sich auf das Mountainbike oder den Crosser geschwungen wurde um die 20 km lange Radstrecke in Angriff zu nehmen. Plötzlich schallte es jedoch durch die Wechselzone: „Wo sind meine Schuhe!?“, und kurze Zeit später sah man einen ALV Athleten, dessen Name hier nicht weiter genannt werden soll, furios zum ALV Zelt sprinten um die vergessenen Radschuhe einzusammeln. Mit einer kurzen Verspätung ging es dann aber auch für unseren Sieger der Herzen auf die Radstrecke.

Die Radstrecke führte durch die Taunusausläufer um den Neroberg über einen Mix aus Asphalt und Waldwege. Der Kurs ist dabei sehr wellig und bei den Witterungsbedingungen zum Teil fahrtechnisch anspruchsvoll, was ein ALV Starter leider mit einem blutigen Knie bezahlen musste. An den Bergauf Passagen erinnern die brennenden Oberschenkel an die Vorsätze aus dem letzten Herbst doch endlich mal im Winter das Langhanteltraining zu forcieren. In den Bergab Passagen macht sich dann Erfahrung auf dem Crossrad und der Besitz einer Radbrille bezahlt, um den Schlamm der Strecke zumindest aus den Augen zu halten.

Die anschließende, wirklich schöne Laufstrecke führte 5 km durch die Wälder um den Neroberg. Für einige Athleten dauerte es dabei ein paar Minuten bis die vom Radfahren kalten Zehen und Finger wieder auf Temperatur gebracht waren. Im Ziel angekommen gab es mehrere tolle Resultate zu feiern: Nach etwa 90 Minuten lief Ulrike Klemm nur wenige Sekunden vor ihrer direkten Konkurrentin über die Ziellinie – Gesamtsieg für den ALV bei den Frauen! Dorothee Richters komplettierte das Podium dabei auf Platz 3, was zudem auch den 2. Platz in ihrer Altersklasse bedeutete. Erich Keuchen verpasste das Männerpodium nur um 45 Sekunden, konnte aber den 1. Altersklassenplatz einheimsen. Sigrun Ellersberger schwamm, radelte und lief auf den 3. Platz in ihrer Altersklasse. Tolle Ergebnisse also für den ALV! Getoppt wurde dieses Teamresultat noch vom Gesamtergebnis des Nerocups, eine zum ersten Mal ausgetragene Kombinationswertung aus dem Berglauf und dem Neroman Crosstriathlon des LC Olympia Wiesbaden. Bei den Frauen hatte sich Dorothee Richters dabei gegen alle Konkurrenten durchgesetzt und ist damit die erste offizielle Queen of Nero!

Für mich persönlich war es ein Comeback nach 3-jähriger Abstinenz vom Triathlonzirkus. Da ich verletzungsbedingt lange ausgefallen und beruflich eingespannt war, habe ich erst in den letzten Monaten wieder strukturiert trainieren können. Meine Gesamtzeit, die für mich noch stark verbesserungswürdig ist, hat daher für mich viel weniger Bedeutung als nach langer Zeit mal wieder das Gefühl zu haben einfach alles zu geben und nicht von einer Verletzung aufgehalten zu werden. Die tolle Beteiligung seitens des ALV im Rahmen des ALV Cups hat den Wiedereinstieg für mich persönlich dazu noch ein bisschen schöner gemacht und ich brenne nun darauf wieder zurück zu alter Form zu finden um in der Cupwertung mitmischen zu können!

Thomas Berkemeier

 

Ergebnisse:

  • Keuchen, Erich 01:21:30
  • Hensel, Claus 01:28:38
  • Berkemeier, Thomas 01:30:03
  • Klemm, Ulrike 01:30:25
  • Philipps, Heiko 01:32:22
  • Bley, André 01:32:56
  • Richters, Dorothee 01:32:59
  • Hensel, Iris 01:41:02
  • Nowak, Patrick 01:42:48
  • Ellenberger, Sigrun 01:57:00