Mo

17

Jul

2017

7,777 KM um die Eppsteiner Burg

In meinen Heimatort Eppstein ging es darum, mit Felix und meinem Bruder Lars am Berglauf rund um die Eppsteiner Burg teilzunehmen. Um halb acht am Abend fiel der Startschuss und es ging vom Sportplatz in Richtung Wald zum ersten großen Anstieg, um dann bergab in Richtung Ortsmitte zur Burg zu laufen.

Mit der Führungsgruppe von zehn Läufern konnte ich gut mithalten, sodass es gemeinsam nach knapp drei Kilometern in der Ortsmitte in die erste von zwei Runden um die Burg Eppstein ging. Der harte Anstieg am Ende der 1. und 2. Runde kostete mich einige Körner, weshalb ich nach der zweiten Runde auf dem Weg zurück zum Sportplatz etwas zurück fiel. Am Ende konnte ich mit 33:53 Minuten sehr zufrieden mit der Leistung ins Ziel einlaufen.

 

Ergebnisse:

Nils 33:53 min; Platz 19 (Klasse M Platz 4)

Felix 44:02 min; Platz 183 (Klasse M Platz 26)

Lars 45:22 min; Platz 206 (Klasse M Platz 28)

Do

13

Jul

2017

Meine 9. Langdistanz am 09. Juli 2017 in Roth oder wie ich meine neue persönliche Bestzeit erlebt habe

Angefangen hat es am Samstag mit dem Abholen der Startunterlagen und dem Challenge Women`s run. Es war gar nicht so leicht die vielen flotten Bienen in pink auseinander zu halten.  Am Nachmittag noch eine kurze 20minütige Testfahrt mit dem Triathlonrad und danach los nach  Hilpoltstein zum Bike Check In. Durch die vielen Kampfrichter ist das sehr schnell erledigt. Am Sonntagmorgen klingelte nach einer sehr kurzen Nacht um 4 Uhr der Wecker und ich machte mich nach einem stärkenden Kaffee gemeinsam mit meinen Triathlon-Freunden auf den Weg zum Start. Die Temperaturen lagen bereits bei 19 Grad und uns war spätestens dann klar: das wird ein heißes Rennen.

Nachdem die Wechselzone vorbereitet war, hatte ich noch ausreichend Zeit die Stimmung zu genießen. Pünktlich um 7:20 Uhr ertönte mein Startsignal und ich erwischte auf der gesamten Schwimmstrecke eine sehr gute Gruppe, mit der ich die 3,8 km gemeinsam geschwommen bin. Auch das Überholen der schwächeren Schwimmer aus der vorderen Gruppen verlief ohne große Schwierigkeiten. Die Überraschung war sehr groß, als ich registrierte, dass ich für das Schwimmen über 1:13 Std. gebraucht habe. „Das fängt ja gut an.“, dachte ich mir, aber jetzt geht es ja erst richtig los. Rauf aufs Rad und rein in die Pedale. Die Stimmung an der Strecke war gigantisch und auf der Brücke über den Kanal wurden wir Athleten von tausende Triatlohn-Fans bejubelt und angefeuert.

Durch die Wellenstarts mit Startgruppen à 200 Athleten und die zeitlichen Abstände von 5 Minuten war das Feld -soweit ich es sehen und beobachten konnte- sehr fair und mir sind keine Windschattenfahrer oder Gruppen aufgefallen. 

Eine Zeitstrafe von 5 Minuten und eine extra Strafrunde von 1 km, die zum Lauf dazu kommt, sind wohl Motivation genug, dass sich auch der unfairste Triathlet an die Regeln hält. Die Radstrecke war durch die vielen Stimmungsnester sehr kurzweilig. Gefühlt werden es in den letzten Jahren immer mehr Zuschauer die nicht nur am Solarer Berg den Radkurs in einen Hexenkessel verwandeln. Trotz des starken Windes schaffte ich die 180 km in einer Zeit von 5:28 Std.

Jetzt galt es noch den Marathon mit neuer Laufstrecke zu bewältigen. Die Hoffnung, dass diese nicht schwerer ist als bisher, wird leider nicht erfüllt. Es sind zwar deutlich mehr Zuschauer auf der Strecke, doch wer hat die Alpen nach Roth versetzt? Die Hügel werden zu Bergen und die Beine zu Blei! 

Die Fans an der Strecke und besonders meine Betreuer pushen mich.  Die Stimmung im Ziel ist überragend und ich fliege durch den Zielkanal. Es gelingt mir auf den letzten Kilometern meine „magische Hürde“ von 11 Stunden um 11 Sekunden zu unterbieten. Geschafft!

Roth sollte bei jedem Triathlet, der die Langstrecke machen möchte, nicht nur als Teilnehmer im Kalender stehen. Die Organisation ist absolut perfekt, die Wege sind kurz und eine helfen Hand eines sehr freundlichen Helfers ist immer und überall in der Nähe. Hier wird Triathlon gelebt!

Mi

12

Jul

2017

Challenge Roth – meine erste Langdistanz

Probieren wir’s mal – ob ich bei der Nikolaus-Aktion im Dezember 2016 noch einen Startplatz ergattern kann. Gesagt, getan und siehe da, ich hatte einen Platz zugelost bekommen. Jetzt hatte man 24 Stunden Zeit, den Startplatz auch wirklich zu lösen. Soll ich? Bin ich bereit für eine Langdistanz? Trainingsurlaub in Mallorca war bereits gebucht und so brauchte es noch ein bisschen Überzeugungsarbeit einiger Vereinskollegen und ich entschied mich dazu, den Startplatz anzunehmen. Meine erste Langdistanz sollte also die Challenge Roth 2017 werden. Es folgten unzählige Kilometer der Vorbereitung, viele auf dem Rad, viele zu Fuß und zu wenige im Wasser. Die Zeit verging, die Trainingseinheiten fielen dank häufiger Begleitung und Windschattenspende von Erich oft kurzweilig aus. „Pause machen und Essen während des Trainings zeugen von Schwäche!“ – das war das Leitmotto der Ausfahrten. So gab es den verdienten Kaffee und Kuchen oft erst nach dem Training, Riegel wurden immer heimlich verspeist ;) Glücklich und froh, dass ich bis auf eine kleine Reizung der Achillessehne nahezu verletzungsfrei und gesund durch die Vorbereitung gekommen war, kam er also, der 9. Juli 2017.

Ich wusste, dass ich meine Hausaufgaben erledigt hatte. Dass ich die Ziellinie nicht überqueren würde, stand für mich so gut wie nie zur Debatte. Die Frage war allerdings, in welcher Zeit ich es schaffen sollte. Beim Testwettkampf in Heilbronn drei Wochen zuvor hatte ich mich beim Schwimmen allerdings etwas zu sehr reingehängt, so dass ich entschied, es bei den 3,8 km in Roth etwas langsamer angehen zu lassen. Der Wechsel aufs Rad fiel mir leicht und so ging es relativ flott weiter – schließlich lagen noch weitere 222 km vor mir. Die Radstrecke von Roth gilt als schnell, allerdings hatte ich sie doch etwas leichter erwartet. Einen fiesen Anstieg in Greding galt es gleich zweimal zu bewältigen. Der Solarer Berg hält, was er verspricht. Auf der ersten Runde wird man quasi von den Zuschauern hochgetragen. Besonders auf der Radstrecke merkt man: dieser Landkreis lebt für Triathlon. Die Zeit verging wie im Flug und so stieg ich knapp unter meiner persönlichen Deadline von 6h vom Rad. Die Beine fühlten sich gut an – noch. Das sollte sich nach 15 km ändern. Die Laufstrecke in Roth wurde geändert und jetzt müssen im Verlauf der 42 km insgesamt 200 Höhenmeter bewältigt werden, wovon jeder Meter mehr weh tut als der andere. Angefeuert durch die Zuschauer und meine angereisten Freunde dachte ich allerdings zu keinem Zeitpunkt ans Aufgeben. Unterbrochen von einigen (zu vielen…) Gehpausen schaffte ich auch den letzten Teil der Strecke und konnte, etwa knapp 7 Minuten später als ich mir gewünscht hatte, nach 11 Stunden und 7 Minuten ins Ziel einlaufen. Die letzten Meter in der Arena habe ich ganz besonders gehend genossen und wusste bereits vor dem Überschreiten der Ziellinie: das war nicht die letzte Langdistanz!