Update Trainingsbetrieb


Schwimmen

In den Osterferien kann an den folgenden Tagen, wie gewohnt in der Traglufthalle, geschwommen werden:

  • 02.04.2018: 20:00-21:15 Uhr
  • 03.04.2018: 18:00-20:00 Uhr
  • 06.04.2018: 20:00-21:15 Uhr

 

 

 

Radfahren/Laufen

Am 31.03. endet das Wintertraining. Das bedeutet, dass die MTB Ausfahrten sonntags nicht mehr und der samstags Lauftreff nur noch nach vorheriger Absprache (z.B. Di oder Mi im Training) stattfinden werden. 

Am Karsamstag werden wir nochmal um 10:30h auf die 10km Runde (5:30-5:45er Schnitt) starten.


Challenge Wanaka


Ein großer Traum geht in Erfüllung. Nach unserem Urlaub vor drei Jahren in Neuseeland habe ich mir in den Kopf gesetzt in Wanaka die Challenge Neuseeland zu machen. Die Anmeldung habe ich bereits am Rosenmontag im Februar 2017 erledigt. Es blieb also noch genügend Zeit die Reise zu planen. Die Vorbereitung lief wetterbedingt nicht gerade optimal und die Radeinheiten konnte ich bis auf eine 100 km Tour nur auf dem Spinning Bike erledigen. Ein großer Vorteil ist, dass das Laufband direkt daneben steht und ich so die Koppeleinheiten wetterunabhängig und ohne Erkältung machen konnte.

Am Samstag, den 10.02. um 19 Uhr ging die Reise los und das Einschecken sowie die drei Flüge und die Einreise nach Neuseeland verliefen reibungslos.

Nach über 36 Stunden Reisezeit kommen wir am Montagabend endlich in Queenstown an. Am nächsten Morgen baue ich erst mal mein Rad zusammen und mache eine kurze Testfahrt auf Neuseelands Strassen. Die Umstellung auf den Linksverkehr ist -wie mit dem Auto- keine weitere Hürde.

Nach zwei Tagen Akklimatisierung geht es am Donnerstag weiter nach Wanaka und als erstes zur Startnummernausgabe. Der Bike-Check findet auch auf der Messe statt und der nette Prüfer findet nicht nur meine Helm nicht für OK, sondern hat sogar eine größerer Auswahl an neuen Helmen parat. Da er mich mit meinem mitgebrachten Helm nicht starten lässt, kaufe ich mir einen neuen. Der Wind ist heute so heftig und die Wellen auf dem Lake Wanaka so stark, dass ich bis 16 Uhr warte und erst dann noch eine kleine Runde im See schwimme.

Am Freitag stehen ein kleiner Spaziergang, die Wettkampfbesprechung und der Bike-Check-In auf dem Programm. Am Strand findet der Kinder-Duathlon statt. Rund 1.000 Kinder - zum Teil mit Laufrädern, teilweise mit Stützrädern und sogar Einige, die gar nicht Radfahren können, sondern geschoben werden müssen - sind auf die Strecke und wir haben beim Zuschauen sehr viel Spass. Jeder Teilnehmer darf auf dem roten Teppich durchs Zieltor laufen und jede Leistung wird mit einer Medaille belohnt. Ein tolles Event für die Triathleten von morgen. Als verläuft, wie im übrigen das ganze Wochenende, mit der neuseeländischen Leichtigkeit und ohne jeglichen Stress. Etwas nervös werde ich nur, als der Verantwortliche für die Schwimmstrecke sagt, dass wir am Samstag erfahren ob wir überhaupt schwimmen und wenn ja ob die Schwimmstrecke eventuell verkürzt wird.

Nachdem alles erledigt ist fahren wir noch die Radrunde ab. Die Strecke ist perfekt ausgeschildert und die zwei gefährlichen Brücken sollte ich ohne Schwierigkeiten bewältigen können. Wir gehen zeitig ins Bett, denn der Wecker ist auf 4 Uhr gestellt.

17. Februar - der Renntag ist da. Nach einem Frühstück, das wir netterweise von unseren Hosts im B&B bereitgestellt bekommen haben, sind wir um 5:30 Uhr am Ort des Geschehens. Nur drei der 105 Starter sind genau so früh wie ich. Auch hier spürt man überall die neuseeländische Einstellung „nice and easy and relax“. Das Rad ist schnell vorbereitet und die Zeit bis zum Start verbringe ich im Zelt, in dem am Vortag auch die Besprechung war.

Um 6:20 Uhr gehen wir mit den anderen Athleten zum See und ich teste kurz das Wasser. Auch hier ist von Hektik oder lauter Musik keine Spur. Da es immer noch stockfinster ist, frage ich eine Starterin, wann denn die Sonne aufgeht und woran wir uns orientieren können, da die erste Boje nicht zu sehen ist. Sie zeigt mir einen kleinen Berg am Ufer auf den ich zu schwimmen soll und verspricht mir, dass die Heiligkeit pünktlich zum Start da ist.

Die Musik ist nicht besonders laut und auch der Startschuss geht völlig unter. Erst das wilde Winken und die „Go-Rufe“ der Verantwortlichen lassen das Rennen beginnen. Was ein Glück: Pünktlich wird es auch hell und die Bojen sind alle zu erkennen. Der Wind hat im Vergleich zum Vortag etwas nachgelassen und das Wasser ist zwar etwas unruhig und mit 18 Grad nicht gerade warm, jedoch ist alles fein und ich finde einen guten Rhythmus.

Nach 1:15 Std. steige ich aus dem Wasser und lege einen flotten Wechsel hin. Naja, so wenig Wind ist es dann doch nicht und es dauert auch nicht lange bist der angekündigte Regen los geht. Im ersten Berg passiert es dann: beim Schalten fällt die Kette runter und ich mache eine kleine Zwangspause. Nicht nur die Kette ärgert mich, sondern auch das Hinterrad schleift ab diesem Zeitpunkt für die nächsten 170 km an der Bremse. Die kleine Schleife von 30 km links am Lake Wanaka vorbei ist wellig und ich komme zum erstmal zurück nach Wanaka. Der Regen wird auch immer stärker und begleitet mich auf der gesamten ersten Runde.

Nach 110 km kommt dann endlich die Sonne raus - und zwar so richtig. Meine Geschwindigkeit ist nicht besonders schnell und ich habe sehr viel Zeit die atemberaubende Landschaft auf mich wirken zu lassen. Weder der Linksverkehr noch die zwei kniffligen Stellen, vor denen wir auf der Wettkampfbesprechung gewarnt wurden, stellten sich als große Hürde da und nach fast 7 Stunden komme ich endlich zurück und darf die Laufschuhe schnüren.  

Es geht diesmal rechts am Lake Wanaka auf einem wunderschönen Trail vorbei und nach ungefähr 13 km durch ein Wohngebiet einen ziemlich steilen Berg zurück zum See. Für die zweite Runde lasse ich mir dann noch etwas mehr Zeit und komme noch gerade so unter fünf Stunden ins Ziel.

Die Zuschauer in den Restaurants feiern mich wie einen Sieger und ich geniesse -wie den gesamten Tag- auch den Zieleinlauf.

Jenny empfängt mich auf der Ziellinie und da nur noch wenige Starter unterwegs sind, darf sie mit ins Verpflegungszelt in dem ich mit Allem versorgt werde. Sogar meine Wechselbeutel bekomme ich neben Essen und Trinken gebracht.

Nachdem ich mich gestärkt habe, tauschen wir die Gutscheine noch gegen zwei Bier ein, die wir am See trinken und lassen den Tag ausklingen.

Mit einer Zeit von 13 Stunden habe ich zwar nicht gerechnet, jedoch reichte es für den 44. Platz gesamt und den 10. Platz in der Altersklasse 40-49. Diese Challenge war bzw. ist etwas ganz besonderes. So viele gut gelaunte Helfer und eine perfekte Organisation verbunden mit der neuseeländischen Leichtigkeit findet man selten. Daumen hoch für die Challenge Wanaka!


Trier – Wettkampf im Kühlschrank

Am 04.03.2018 stand – nach dem 8h Schwimmen – mein zweiter Wettkampf für dieses Jahr an. Fast schon traditionell wurden in Trier die Rheinland-Pfalz-Meisterschaften im Cross-Duathlon ausgetragen und da wollte ich natürlich nicht fehlen.

Bereits im Dezember hatte ich mich angemeldet und da war ja noch keine Wetterprognose für den Tag vorhanden. Nachdem ich niemanden zum Mitkommen überreden konnte, bin ich alleine Richtung Trier aufgebrochen und freute mich schon über sonniges Wetter mit vielversprechenden Temperaturen um die 10°C.

Aber es sollte anders kommen. Als ich mich Trier näherte, wurde es immer weißer und kälter. Wie ich später erfahren sollte, hatte ich zwei Tage zuvor 20cm geschneit und das Zeug war leider immer noch da. Damit hatte ich nicht gerechnet und auch nicht die entsprechenden Klamotten dabei. Ich habe ernsthaft überlegt noch auf der Anfahrt um zu drehen und auch zum Start musste ich mich dann vor Ort echt zwingen. Meine Füße waren durch den (schnee-)matschigen, tiefen Boden schon vorher nass und eiskalt.

Mit 15-minütiger Verspätung ging es dann irgendwann los – die Verspätung kam, weil die Radzeiten des Wettkampfs zuvor so langsam waren, dass noch nicht alle im Ziel waren, als es los gehen sollte. Die fünf Kilometer laufen gingen sehr zäh und bei den Temperaturen war ich auch nicht so richtig im Wettkampfmodus. Außerdem musste man ständig aufpassen, dass man sich nicht auf die Nase legt, weil es so glatt war.

Auf dem Rad wurde es nicht besser, ich hatte keine Winterschuhe dabei, eiskalte Füße und nur Racing Ralph drauf – eindeutig die falsche Reifen Wahl. So schlitterte ich durch den Weishauswald und wollte einfach nur heil im Ziel ankommen und warme, trockene Kleidung anziehen. Leider musste ich vorher noch laufen und da kam der schlimmste Part des Tages: Mit klitschnassen Socken in die nassen Laufschuhe, die in den letzten anderthalb Stunden Zeit hatte, so richtig schön auszukühlen.

Irgendwann war dann auch der Lauf vorbei, ich holte sofort mein Rad aus der Wechselzone und ab gings in trockene Kleidung und nach Hause. Auf die Siegerehrung wollte ich nicht mehr warten, alle meine Socken waren kalt und nass und die Turnschuhe auch. Nächstes Jahr gerne wieder – dann aber bitte wieder bei Sonne und mindestens 8°C.

Den Rheinland-Pfalz-Titel gabs als Belohnung – als einzige Frau am Start war das aber auch keine große Leistung (wenn man vom Finishen mal absieht… :))

Dorothee Richters