Rund um den Kellerskopf in Wiesbaden
Letzten Sonntag schrieb Oli, dass er sich und Cleo für den Halbmarathon in Wiesbaden-Rambach angemeldet habe. Spontan war meine Reaktion: ich laufe mit euch. Wenn Oli den Jogger schiebt, sollte ich doch eine Chance haben, da mit zu laufen.
Nach einer durchwachsenen Saison mit neurologischen Ausfällen im linken Bein war oftmals überhaupt nicht klar, ob ich überhaupt laufen kann und Intervalle habe ich März bis August gar nicht trainiert. Durch einen entscheidenden Hinweis meiner Osteopathin zeichnete sich dann im September eine Besserung ab und ich sah Chancen, ohne Sturz im Ziel anzukommen.
Morgens holte mich Matthias (Schein) ab und wir fuhren gemeinsam nach Rambach. Dank des Smarts seiner Frau konnten wir direkt am Sportplatz parken, denn Parkplätze sind da oben sehr begrenzt. Vor Ort holten wir innerhalb von 30 Sekunden die Startnummern und trafen dann Ellis und Matthias (Bauer). Christian suchte noch einen Parkplatz und Oli und Cleo waren etwas spät dran, so dass wir ihre Nummern holten und uns schon mal warm liefen.
Als Oli ankam, stellt er fest, dass er die Streben zur Befestigung des Vorderrads beim Babyjogger (genauer gesagt: Kleinkindjogger) vergessen hatte. Seine Frau sprang ins Auto, um sie noch zu bringen, aber rechtzeitig zum Start wurde es knapp. So verblieben Oli und ich, dass ich schon mal los laufe und er mich ggf. einholt.
Um 10h15 dann der Startschuss. Ich stand viel zu weit vorne und verpasste damit auch, dass Oli es fast doch noch rechtzeitig zum Start schaffte. Und mein Wettkampf-Gen war aktiviert. Mein Bein machte - anders als bei allen anderen Läufen in diesem Jahr - keine Probleme. So sagte ich mir, ich laufe, so lange es geht und schau was bei raus kommt, zumal ich mich an Position 3 der Frauen einsortiert hatte. Der Lauf beginnt mit zwei welligen Kilometern und dann kommt ein gut zwei Kilometer langer Berg, der es wirklich in sich hat. Viele sind da gegangen und waren nicht wirklich langsamer als die Läufer. Der Boden war trocken und ich fand meine Straßenlaufschuhe eine gute Wahl (bei nassen Bedingungen würde ich Trailschuhe empfehlen). Bevor es den Berg wieder runter geht, läuft man etwas wellig und kann sich bei der Wasserstation verpflegen. Kurz vor dem Ziel gab es noch eine miese Rampe und dann: alles nochmal. Die Beine schmerzten, aber alles hielt, auch wenn ich mich bergab nicht traute, es richtig laufen zu lassen.
Die zweite Runde war nur unwesentlich langsamer als die erste und ich spekulierte noch auf eine Zeit unter 1h50. Das hätte ich auch geschafft, wenn das Rennen nicht 180m zu lang gewesen wäre. So blieb die Uhr bei 1h50:39 stehen und ich wurde von den beiden Matthias im Ziel empfangen. Ein paar Minuten später liefen dann Oli und Cleo ein, dicht gefolgt von Ellis, die sich Platz 4 bei den Frauen sicherte. Als letzter ALVler kam schließlich auch Christian heile im Ziel an.
Matthias (Bauer) und ich duften als jeweils Gesamt-Dritte noch zur Siegerehrung. Alles in allem ein rundum schöner, gut organisierter, familiärer Lauf! Wir kommen wieder!
# Platz AK AK Platz Start Nr. m/w Name Team Gesamtzeit
Halbmarathon
5 M50 2 2 m Bauer, Matthias ALV Mainz 01:48:36
8 W40 2 55 w Richters, Dorothee ALV Mainz 01:50:39
17 M40 5 54 m Richters, Oliver mit Cleo ALV Mainz 01:58:39
24 W35 1 10 w Dahms, Ellis ALV Mainz 02:02:20
50 M50 9 8 m Busch, Christian ALV Mainz 02:28:54
10,5km Lauf
23 M55 2 155 m Schein, Matthias ALV Mainz 00:57:02